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Kennzeichen-Liberalisierung: Welche Buchstaben wieder erlaubt sind
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Kennzeichen-Liberalisierung: Welche Buchstaben wieder erlaubt sind

Der Bundesrat hat am 6. März 2026 eine Entschließung zur Liberalisierung von Kfz-Kennzeichen angenommen. Über 300 historische Ortskennzeichen sind seit 2012 bereits zurück, bis zu 320 weitere könnten folgen. Eine Entschließung ist allerdings eine Empfehlung an die Bundesregierung, keine Rechtsänderung.

Redaktion DeutschlandZulassung 6 Min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis

Was ist Kennzeichen-Liberalisierung und welche Buchstaben kommen zurück?

Der praktische Fall dahinter: Wer in einem Ort lebt, dessen altes Ortskennzeichen bei einer Kreisreform verschwunden ist, fährt heute mit dem Kürzel des Kreises, in den der Ort aufging. Wird das alte Zeichen wieder freigegeben, kann er es beim nächsten Zulassen oder Ummelden wählen.

Wie viele alte Kennzeichen sind bereits zurück?

Seit dem 1. November 2012 dürfen Landkreise und kreisfreie Städte mehrere Unterscheidungszeichen vergeben. Das Bundesverkehrsministerium hat bis zum 1. Januar 2024 weit über 300 auslaufende Zeichen auf Antrag der Länder neu festgelegt. Bundesweit sind dadurch über 700 Unterscheidungszeichen zuteilbar.

Wenn Sie in einem Landkreis wohnen, der sein altes Kennzeichen wiedereingeführt hat, können Sie es bei der Anmeldung wählen. Müssen Sie aber nicht: Die aktuelle Kombination bleibt gültig.

Der häufigste Anlass für einen Kennzeichenwechsel ist ohnehin nicht die Liberalisierung, sondern der Umzug. Und seit 2015 gilt dabei die Kennzeichenmitnahme: Sie müssen beim Wechsel des Zulassungsbezirks kein neues Kennzeichen nehmen.

Welche 320 neuen Kennzeichen sind geplant?

Ein Projekt des Heilbronner Hochschulprofessors Ralf Bochert schlägt neue Ortskennungen für 320 deutsche Städte und Gemeinden vor, von ACH (Achim) bis ZDF (Zirndorf). Es zielt auf Mittelstädte ab 20.000 Einwohnern, von denen über 100 bereits eigene Ortskennzeichen angefordert haben. Genau darauf bezieht sich die Bundesrats-Entschließung vom 6. März 2026.

Unterscheidungszeichen heute und nach der Liberalisierung
Kriterium Aktueller Stand (2024) Geplant nach Liberalisierung
Zuteilbare Unterscheidungszeichen bundesweit über 700 bis zu 1.000+
Wiedereingeführte Altkennzeichen seit 2012 über 300 Weitere 320 möglich
Betroffene Mittelstädte 100+ haben angefordert bis zu 320 Städte
Betroffene Bevölkerung Nicht erfasst ca. 10,5 Millionen Menschen

Wann wird die Kennzeichen-Liberalisierung konkret umgesetzt?

Noch offen. Der Bundesrat hat die Entschließung am 6. März 2026 angenommen, aber eine Entschließung ist eine Empfehlung an die Bundesregierung, keine automatische Rechtsänderung. Die konkrete Umsetzung hängt von der politischen Priorität ab.

Für die Liberalisierung spricht die Rückendeckung aus mehreren Ländern und dass der Weg technisch längst erprobt ist. Ein Garant für ein Datum ist das nicht.

Warten Sie deshalb nicht auf die große Reform. Viele Landkreise haben ihr altes Zeichen längst wieder freigegeben. Ob Ihres dazugehört, sagt Ihnen die Kennzeichenprüfung in Sekunden, kostenlos.

Wie beantrage ich ein neues oder altes Kennzeichen?

Bei der Anmeldung oder Ummeldung geben Sie an, welches Unterscheidungszeichen Sie möchten. Die Zulassungsstelle prüft, ob es für Ihren Wohnort zulässig ist.

Oft falsch verstanden: Sie können sich nicht frei aus allen deutschen Ortskürzeln bedienen. Zuteilbar sind nur die Zeichen, die für Ihren Zulassungsbezirk freigegeben sind. Die Liberalisierung vergrößert Ihre Auswahl also nicht über die Kreisgrenze hinaus, sondern gibt einzelnen Bezirken eigene Zeichen zurück.

Die Gebühr der Zulassungsstelle für einen Kennzeichenwechsel liegt bundesweit bei rund 26 bis 30 Euro, die Reservierung einer Wunschkombination bei etwa 13 Euro. Über uns gelten Festpreise: Zwei geprägte Kennzeichen nach DIN 74069 mit Versand kosten 19,90 Euro; die Wunschkennzeichen-Reservierung 24,90 Euro, mit zwei geprägten Schildern 44,80 Euro. In unserem Festpreis ist enthalten, dass wir die Reservierung Ihres Wunschkennzeichens bei Ihrer Zulassungsstelle beantragen und die Gebühr tragen, die sie schon bei der Reservierung erhebt; was sie erst bei der Zulassung erhebt, ist nicht Bestandteil unseres Festpreises.

Welche Kennzeichen sind weiterhin gesperrt?

Bundesweit gesperrt bleiben SS, KZ, HJ, NS und SA. Diese Kombinationen haben historische Bezüge zu extremistischen Organisationen und dürfen nicht vergeben werden. Auch 14 und 88 sind bundesweit gesperrt, 18 in vielen Bundesländern.

Daran ändert die Liberalisierung nichts. Bei den Zahlenkombinationen gehen die Zulassungsstellen unterschiedlich weit, manche sperren mehr als die bundesweite Liste vorgibt. Ob Ihre Wunschkombination zulässig ist, sagt Ihnen am zuverlässigsten die Prüfung für Ihren Zulassungsbezirk.

Wer profitiert davon?

Bei erfolgreicher Umsetzung könnten rund 10,5 Millionen Menschen in 320 Mittelstädten ein neues Ortskürzel bekommen. Davon haben Fahrzeughalter etwas, die sich mit ihrem Ort verbunden fühlen, und Städte, die kostenlos für sich werben. Auch die Zulassungsstellen profitieren: In stark nachgefragten Bezirken werden freie Kombinationen knapp.

Ihr nächster Schritt

Probieren Sie Ihre Wunschkombination aus, die Prüfung läuft in Sekunden und kostet nichts. Ist die Kombination frei, reservieren wir sie und übernehmen den Rest: Antrag digital beim Kraftfahrt-Bundesamt, von dort an Ihre Zulassungsstelle, Schilder geprägt per DHL nach Hause.

Häufige Fragen

Was ist Kennzeichen-Liberalisierung? +

Kennzeichen-Liberalisierung bedeutet, dass Städte und Landkreise wieder historische Ortskennzeichen verwenden dürfen, die durch Verwaltungsreformen verschwunden sind. Der Bundesrat beschloss dies am 6. März 2026.

Wie viele alte Kennzeichen wurden bereits wiedereingeführt? +

Seit 2012 wurden über 300 historische Unterscheidungszeichen wiedereingeführt. Die Gesamtzahl zuteilbarer Kennzeichen ist auf über 700 angewachsen.

Wann kann ich ein neues Kennzeichen beantragen? +

Sie können bei jeder Anmeldung oder Ummeldung ein verfügbares Kennzeichen wählen. Viele historische Kennzeichen sind bereits heute zulässig; weitere folgen mit der Liberalisierung.

Welche Kennzeichen sind weiterhin gesperrt? +

SS, KZ, HJ, NS, SA, 14, 18 und 88 sind bundesweit gesperrt. Diese Sperren bleiben auch nach der Liberalisierung bestehen.

Wie viele Menschen profitieren von der Liberalisierung? +

Bei voller Umsetzung könnten etwa 10,5 Millionen Menschen in 320 Mittelstädten von neuen Ortskennzeichen profitieren.

Kann ich mir ein Ortskürzel aus einem anderen Landkreis aussuchen? +

Nein. Zuteilbar sind nur die Unterscheidungszeichen, die für Ihren Zulassungsbezirk freigegeben sind. Die Liberalisierung erweitert nicht Ihre Auswahl über die Kreisgrenze hinaus, sondern gibt einzelnen Bezirken zusätzliche eigene Zeichen zurück.

Was kostet ein Kennzeichenwechsel? +

Die Gebühr der Zulassungsstelle liegt bundesweit bei rund 26 bis 30 Euro, eine Wunschkombination kostet zusätzlich etwa 13 Euro. Über uns kosten zwei geprägte Kennzeichen mit Versand 19,90 Euro, ein Wunschkennzeichen 24,90 Euro und mit Schildern 44,80 Euro.

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Prüfen Sie Ihre Kombination kostenlos, ohne Anmeldung. Ist sie frei, reservieren wir sie bei Ihrer Zulassungsstelle und prägen auf Wunsch die Schilder.

ab 24,90 €

mit geprägten Schildern 44,80 €

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Quellen

  1. [1] Liberalisierung der Autokennzeichen - Gemeinsame Pressemitteilung · Stadt Rheinstetten
  2. [2] Kennzeichenliberalisierung · Wikipedia
  3. [3] Wiedereinführung alter, auslaufender Kfz-Kennzeichen · Bundesministerium für Verkehr (BMV)
  4. [4] Von ACH bis ZDF: Bald 320 neue Kfz-Kennzeichen? · ADAC