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Exportkennzeichen: Auto ins Ausland überführen
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Exportkennzeichen: Auto ins Ausland überführen

Kurz gesagt

Ein Exportkennzeichen (auch Ausfuhrkennzeichen oder Zollkennzeichen) ermöglicht die dauerhafte Ausfuhr eines Fahrzeugs aus Deutschland. Es gilt bis zu 12 Monate, erfordert eine gültige HU und Kfz-Versicherung. Die Behördengebühr liegt laut Bundesportal zwischen 0 und 36,70 €. DeutschlandZulassung unterstützt bei der Abmeldung im Vorfeld.

Redaktion DeutschlandZulassung Aktualisiert: 16. September 2026 7 Min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Exportkennzeichen — und wann brauchen Sie es?

Sie haben Ihr Auto verkauft — an einen Käufer in Polen, der Türkei oder den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Fahrzeug muss jetzt von Deutschland dorthin. Es ist noch zugelassen, aber der neue Halter braucht ein Kennzeichen für die Überführungsfahrt. Genau hier kommt das Ausfuhrkennzeichen ins Spiel. Klingt kompliziert? Ist es nicht — wenn Sie wissen, was Sie brauchen. Bei Fragen zur Abmeldung im Vorfeld hilft DeutschlandZulassung digital und ohne Behördentermin.

Ausfuhrkennzeichen, Kurzzeitkennzeichen, Überführungskennzeichen — was ist der Unterschied?

Die drei Kennzeichen klingen ähnlich, haben aber klar unterschiedliche Zwecke. Der ADAC grenzt das Ausfuhrkennzeichen ausdrücklich vom Kurzzeitkennzeichen ab: Kurzzeitkennzeichen sind für Probefahrten, Überführungen innerhalb Deutschlands oder die Fahrt zur HU gedacht — sie gelten genau 5 Tage. Das Ausfuhrkennzeichen hingegen ist speziell für Fahrzeuge vorgesehen, die dauerhaft ins Ausland exportiert werden.

  • Kurzzeitkennzeichen: 5 Tage Gültigkeit, für Überführung und Probefahrt im Inland, auch zur HU-Fahrt geeignet.
  • Ausfuhrkennzeichen (Exportkennzeichen): bis zu 12 Monate gültig, ausschließlich für die dauerhafte Ausfuhr aus Deutschland.
  • Überführungskennzeichen: für gewerbliche Fahrzeugüberführer, nicht für Privatpersonen gedacht.

Wer sein Auto dauerhaft ins Ausland verkauft, braucht das Ausfuhrkennzeichen — kein anderes Kennzeichen erfüllt diesen Zweck rechtlich korrekt. AutoScout24 beschreibt es treffend als das amtlich anerkannte Kennzeichen für den Fahrzeugexport aus Deutschland.

Wie lange gilt ein Exportkennzeichen?

Die Gültigkeitsdauer beträgt laut Bundesportal maximal ein Jahr — also bis zu 12 Monate ab dem Tag der Ausstellung. Das ist der bundesweite Rahmen; in der Praxis kann die tatsächliche Gültigkeit kürzer ausfallen. Sie richtet sich nämlich nach dem schwächsten Glied in der Kette: Versicherungsschutz und Hauptuntersuchung müssen während des gesamten Nutzungszeitraums gültig sein.

Ein konkretes Beispiel aus der Praxis: Thomas aus Hamburg verkauft seinen BMW 5er an einen Käufer in der Ukraine. Die letzte HU ist noch 3 Monate gültig, die Versicherung läuft ebenfalls nur noch einen Monat. Das Ausfuhrkennzeichen wird in diesem Fall maximal für einen Monat ausgestellt — nicht für 12. Das LBV Hamburg bestätigt genau dieses Prinzip: Wenn Versicherung und HU nur noch einen Monat gültig sind, gilt das Kennzeichen entsprechend nur für diesen Zeitraum.

Planen Sie also rechtzeitig: Wer eine längere Überführungsroute hat oder das Fahrzeug erst in einigen Wochen übergeben möchte, sollte die HU-Gültigkeit und den Versicherungsschutz vorab prüfen.

Was kostet ein Ausfuhrkennzeichen?

Die Behördengebühr variiert je nach Bundesland und Fallkonstellation. Das Bundesportal nennt eine Spanne von 0,00 bis 36,70 € für die Ausstellung des Ausfuhrkennzeichens selbst. Dazu können weitere Kosten kommen:

Was kostet ein Ausfuhrkennzeichen?
Kostenposition Betrag Hinweis
Ausfuhrkennzeichen (Behördengebühr) 0,00 – 36,70 € Je nach Bundesland und Fallkonstellation
Zuschlag bei fehlendem KBA-Datenabruf + 15,30 € Wenn Fahrzeugdaten nicht beim Kraftfahrt-Bundesamt abrufbar
Internationaler Zulassungsschein (optional) + 10,50 € Auf Wunsch ausstellbar, empfohlen für Nicht-EU-Länder
Kfz-Steuer Anteilig für Gültigkeitsdauer Pflicht per SEPA-Lastschriftmandat
Kfz-Versicherung Je nach Anbieter Muss für gesamten Nutzungszeitraum bestehen

Wichtig: Die Kfz-Steuer wird für die Dauer der Gültigkeit des Ausfuhrkennzeichens fällig und muss per SEPA-Lastschriftmandat entrichtet werden — das ist laut Bundesportal Pflicht, keine Option. Wer das übersieht, erlebt eine böse Überraschung beim Antrag.

Wenn Sie das Fahrzeug nach der Überführung endgültig abmelden möchten, übernimmt DeutschlandZulassung die Abmeldung digital — ohne Behördentermin, mit Versand der Abmeldebestätigung.

Welche Dokumente brauchen Sie für den Antrag?

Der Antrag wird bei der zuständigen Kfz-Zulassungsstelle oder dem Straßenverkehrsamt gestellt — das ist bundesweit einheitlich so geregelt. Zuständig ist in der Regel die Behörde des Zulassungsbezirks, in dem das Fahrzeug aktuell zugelassen ist.

Folgende Unterlagen sind typischerweise erforderlich:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Personalausweis oder Reisepass des Antragstellers
  • Gültige eVB-Nummer (7-stellig, von der Kfz-Versicherung)
  • Nachweis über gültige Hauptuntersuchung
  • SEPA-Lastschriftmandat für die Kfz-Steuer
  • Auf Wunsch: Antrag auf internationalen Zulassungsschein (+ 10,50 €)
"Aus der Praxis bei DeutschlandZulassung: Der häufigste Stolperstein beim Exportkennzeichen ist die fehlende oder zu kurz gültige eVB-Nummer — wer diese nicht rechtzeitig bei der Versicherung anfordert, steht am Schalter ohne Kennzeichen da."

Die eVB-Nummer ist kostenlos und in wenigen Minuten online bei Ihrer Versicherung beantragbar. Sie ist 7 Zeichen lang — alphanumerisch, ohne die Buchstaben O und I (Verwechslungsgefahr mit 0 und 1). Standardmäßig ist sie 6 Monate gültig, bei manchen Versicherern bis zu 18 Monate.

Muss das Fahrzeug vor dem Export abgemeldet werden?

Nein — das ist der entscheidende Unterschied zum normalen Abmeldeverfahren. Das Ausfuhrkennzeichen ersetzt die reguläre Zulassung für den Zeitraum der Überführung; das Fahrzeug bleibt technisch zugelassen, bis das Kennzeichen abläuft oder zurückgegeben wird. Eine vorherige Außerbetriebsetzung nach § 16 FZV ist für das Ausfuhrkennzeichen nicht erforderlich.

Was danach passiert, ist aber wichtig: Nach Ablauf des Ausfuhrkennzeichens oder nach der Überführung ins Zielland muss das Fahrzeug in Deutschland endgültig abgemeldet werden — sonst läuft die Kfz-Steuerpflicht weiter. Die Abmeldung (Außerbetriebsetzung) löscht die Zulassung und beendet die Steuerpflicht mit dem Tag der Abmeldung; bereits gezahlte Steuer wird anteilig erstattet.

Wer das Fahrzeug bereits vor der Überführung abmelden möchte — etwa weil der Käufer das Kennzeichen selbst organisiert — kann das ebenfalls tun. In diesem Fall entfällt das Ausfuhrkennzeichen, und der Käufer muss selbst für ein Überführungskennzeichen sorgen.

Gilt das Exportkennzeichen auch außerhalb der EU?

Das Ausfuhrkennzeichen ist ein deutsches amtliches Kennzeichen und wird innerhalb der EU und in vielen weiteren Ländern anerkannt. Für Länder außerhalb der EU empfiehlt sich der optionale internationale Zulassungsschein (Zusatzgebühr: 10,50 €), der auf Wunsch bei der Zulassungsstelle ausgestellt wird.

Wichtig: Die Versicherungspflicht gilt auch während der Überführungsfahrt ins Ausland. Prüfen Sie vor Antritt der Fahrt, ob Ihre Kfz-Versicherung auch im Zielland und auf der Durchfahrtsroute Deckung bietet — das ist nicht selbstverständlich, besonders bei Nicht-EU-Ländern. Eine Grüne Karte (internationaler Versicherungsnachweis) ist in vielen Ländern Pflicht.

Die Kosten und genauen Anforderungen variieren leicht je nach Bundesland. In Bayern und Baden-Württemberg liegen die Behördengebühren typisch am unteren Ende der Spanne; in Berlin und Hamburg eher am oberen. Wer in Hamburg beantragt, sollte zudem die dortige Besonderheit kennen: Das LBV Hamburg stellt das Kennzeichen nur für den Zeitraum aus, in dem Versicherung und HU gemeinsam gültig sind — maximal also einen Monat, wenn die Versicherung nur noch einen Monat läuft.

Fazit

Das Exportkennzeichen ist das richtige Instrument, wenn ein Fahrzeug dauerhaft aus Deutschland ausgeführt wird. Es gilt bis zu 12 Monate, setzt eine gültige HU und Versicherung voraus und kostet laut Bundesportal zwischen 0 und 36,70 € Behördengebühr — zuzüglich anteiliger Kfz-Steuer per SEPA-Lastschrift. Wer den internationalen Zulassungsschein benötigt, zahlt 10,50 € extra.

Ihr nächster Schritt: Nach der Überführung muss das Fahrzeug in Deutschland endgültig abgemeldet werden. Mit DeutschlandZulassung erledigen Sie die Abmeldung digital — ohne Termin bei der Zulassungsstelle, mit Bestätigung per Post. Laden Sie einfach Ihre Dokumente hoch, wir kümmern uns um den Rest.

Häufige Fragen

Was ist ein Exportkennzeichen? +

Ein Exportkennzeichen (amtlich: Ausfuhrkennzeichen) ist ein amtlich anerkanntes Kfz-Kennzeichen für die dauerhafte Ausfuhr eines Fahrzeugs aus Deutschland. Es gilt bis zu 12 Monate und erfordert eine gültige HU sowie Kfz-Versicherung.

Wie lange ist ein Ausfuhrkennzeichen gültig? +

Maximal 12 Monate. In der Praxis richtet sich die Gültigkeit nach der kürzeren Laufzeit von HU oder Kfz-Versicherung — läuft die Versicherung in einem Monat ab, gilt das Kennzeichen nur einen Monat.

Was kostet ein Exportkennzeichen? +

Die Behördengebühr liegt laut Bundesportal zwischen 0,00 und 36,70 €. Hinzu kommen ggf. 15,30 € bei fehlendem KBA-Datenabruf, 10,50 € für einen internationalen Zulassungsschein sowie anteilige Kfz-Steuer.

Wo beantrage ich ein Ausfuhrkennzeichen? +

Bei der zuständigen Kfz-Zulassungsstelle oder dem Straßenverkehrsamt des Zulassungsbezirks, in dem das Fahrzeug aktuell zugelassen ist. Ein persönliches Erscheinen ist erforderlich.

Muss ich das Auto vor dem Export abmelden? +

Nein. Das Ausfuhrkennzeichen ersetzt die reguläre Zulassung für den Überführungszeitraum. Nach der Überführung muss das Fahrzeug aber in Deutschland endgültig abgemeldet werden, damit die Kfz-Steuerpflicht endet.

Gilt das Exportkennzeichen auch außerhalb der EU? +

Ja, in vielen Ländern wird es anerkannt. Für Nicht-EU-Länder empfiehlt sich der optionale internationale Zulassungsschein (10,50 € Zusatzgebühr). Prüfen Sie zudem den Versicherungsschutz für das Zielland und die Durchfahrtsroute.

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Quellen

  1. [1] Ausfuhrkennzeichen & Zollkennzeichen - zum Autoexport · ADAC
  2. [2] Ausfuhrkennzeichen für Fahrzeuge beantragen · Bundesportal / Verwaltung.Bund.de
  3. [3] Überführungskennzeichen: Infos und Kosten zum Auto-Überführen · ADAC
  4. [4] Ausfuhrkennzeichen beantragen - Bundesportal · Bundesportal / Verwaltung.Bund.de
  5. [5] Ausfuhrkennzeichen beantragen · Bundesportal / Verwaltung.Bund.de
  6. [6] Ausfuhrkennzeichen: Kosten, Arten und Beantragung · AutoScout24