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Auto abmelden nach Todesfall: Schritt für Schritt
Abmeldung

Auto abmelden nach Todesfall: Schritt für Schritt

Kurz gesagt

Stirbt ein Fahrzeughalter, geht das Auto kraft Gesetzes auf die Erben über (§ 1922 BGB). Sie melden die Änderung unverzüglich nach § 15 FZV und entscheiden: Umschreibung oder Abmeldung. Die Außerbetriebsetzung kostet am Schalter 15,90 €, über das Internet vorläufig 3,30 €. DeutschlandZulassung erledigt die Abmeldung vollständig digital.

Redaktion DeutschlandZulassung Aktualisiert: 26. September 2026 8 Min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis

Auto abmelden nach Todesfall: Was müssen Erben wirklich tun?

Ein Todesfall bringt genug Bürokratie mit sich. Das Fahrzeug des Verstorbenen steht in der Garage, die Versicherung läuft weiter, und niemand weiß genau, welche Stelle was braucht. Klar ist: Handeln müssen die Erben. Wann genau und mit welchen Unterlagen, das erklärt dieser Artikel. DeutschlandZulassung übernimmt die Abmeldung vollständig digital, ohne Termin und ohne Schlangestehen.

Was passiert rechtlich mit dem Auto nach dem Tod des Halters?

Mit dem Tod des Fahrzeughalters geht das Eigentum am Fahrzeug kraft Gesetzes auf die Erben über. Das regelt § 1922 BGB (Gesamtrechtsnachfolge): Einen separaten Übertragungsakt braucht es dafür nicht. Wichtig zu wissen: Das Fahrzeug läuft im Fahrzeugregister weiterhin auf den Namen des Verstorbenen, bis die Erben eine Änderung veranlassen. Das Finanzgericht Münster hat dazu klargestellt, dass auf einen Toten keine Zulassungsbescheinigung ausgestellt werden darf (Beschluss vom 18.06.2024, 2 V 699/24 Kfz).

§ 15 FZV verpflichtet die Erben, die Änderung der Halterdaten der Zulassungsbehörde unverzüglich mitzuteilen. Unverzüglich bedeutet: ohne schuldhaftes Zögern. Eine feste Tagesfrist nennt die FZV nicht. Die Erben haben dabei zwei Optionen: das Fahrzeug auf einen Erben oder Käufer umschreiben lassen, oder es außer Betrieb setzen (Abmeldung nach § 16 FZV). Keine dieser Optionen ist gesetzlich vorgeschrieben; die Erben wählen frei.

Sind mehrere Erben vorhanden, fragen Sie vorher bei der Zulassungsstelle nach, welche Nachweise sie in diesem Fall verlangt.

Welche Unterlagen brauchen Erben für die Abmeldung?

Für die Abmeldung am Schalter nennt der Landkreis Friesland genau zwei Unterlagen: die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) und die Kennzeichen. Einen Erbschein, eine Sterbeurkunde oder den Fahrzeugbrief verlangt er für die reine Außerbetriebsetzung nicht. Einzelne Zulassungsstellen können weitere Nachweise verlangen; fragen Sie im Zweifel vorher nach.

Für die Online-Abmeldung (über das Portal der Zulassungsbehörde oder über DeutschlandZulassung) gilt laut Bundesministerium für Verkehr: Eine Identifizierung des Halters ist nicht erforderlich. Gebraucht werden das Kennzeichen, der Fahrzeugschein und die Sicherheitscodes. Die Codes rubbeln Sie mit einer Münze unter den Siegeln der Kennzeichen frei; der zweite Code steht im Fahrzeugschein. Voraussetzung: Der Fahrzeugschein muss ab dem 1. Januar 2015 ausgestellt worden sein. Mit älteren Papieren bleibt der Weg über die Zulassungsstelle.

Plant die Erbengemeinschaft stattdessen eine Umschreibung auf einen Erben, sieht die Unterlagenliste anders aus. Dann werden in der Regel beide Zulassungsbescheinigungen, eine eVB-Nummer der neuen Versicherung, der Personalausweis des neuen Halters und gegebenenfalls die Kennzeichen benötigt. Je nach Fall verlangt die Zulassungsstelle weitere Unterlagen.

Unterlagen für Abmeldung und Umschreibung nach Todesfall im Überblick
Vorgang Typische Unterlagen Hinweis
Abmeldung am Schalter Fahrzeugschein (Teil I), Kennzeichen Einzelne Stellen können weitere Nachweise verlangen
Abmeldung online Fahrzeugschein (ab 2015), Sicherheitscodes von Kennzeichen und Fahrzeugschein Keine Identifizierung des Halters erforderlich
Umschreibung auf Erben Beide Zulassungsbescheinigungen, eVB-Nummer, Personalausweis des neuen Halters, ggf. Kennzeichen Erbschein laut Landkreis Friesland nicht zwingend, wenn beide Zulassungsbescheinigungen vorliegen

Wie läuft die Abmeldung Schritt für Schritt ab?

Der Ablauf ist überschaubar. Hier sind die fünf Schritte, die Erben nach dem Tod des Fahrzeughalters gehen:

  1. Fahrzeugschein und Kennzeichen bereitstellen. Suchen Sie die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) heraus. Die Kennzeichen nehmen Sie vom Fahrzeug ab.
  2. Sicherheitscodes freirubbeln (nur bei Online-Abmeldung). Unter den Siegeln auf den Kennzeichen verbergen sich die Codes; rubbeln Sie sie mit einer Münze frei. Den zweiten Code finden Sie im Fahrzeugschein.
  3. Abmeldung beantragen. Online über das Portal Ihrer Zulassungsbehörde, über DeutschlandZulassung oder persönlich am Schalter. Bei DeutschlandZulassung tippen Sie Kennzeichen, Angaben aus dem Fahrzeugschein und die Sicherheitscodes ein.
  4. Gebühr bezahlen. Am Schalter 15,90 € (Nr. 224.1 GebOSt), über das Internet vorläufig 3,30 € (Hauptgebühr 2,10 €, Nr. 224.2, plus Erfassungsposten).
  5. Abmeldebescheinigung aufbewahren. Die Zulassungsbehörde informiert Hauptzollamt und Versicherer automatisch. Bei DeutschlandZulassung erhalten Sie die Abmeldebescheinigung per E-Mail, sobald die Zulassungsstelle entschieden hat.

Stellen Sie sich vor: Familie Becker aus Hannover hat den Vater verloren. Sein VW Passat steht seit Wochen in der Einfahrt. Die Tochter findet den Fahrzeugschein im Handschuhfach, rubbelt die Codes frei und stellt die Abmeldung online. Keine Wartezeit, kein Termin. Die Abmeldebescheinigung kommt per E-Mail.

Was kostet die Abmeldung nach einem Todesfall?

Die Gebühren sind bundesweit einheitlich und stehen in der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt). Am Schalter kostet die Außerbetriebsetzung 15,90 € (Nr. 224.1). Über das Internet beträgt die Hauptgebühr 2,10 € (Nr. 224.2); im Gebührenbescheid kommen kleine Posten hinzu, sodass die vorläufige Gesamtsumme 3,30 € ergibt. Unterschiede zwischen Bundesländern oder Städten gibt es bei diesen Sätzen nicht.

Rechnen Sie Ihren Fall im Kostenrechner von DeutschlandZulassung Posten für Posten durch.

Aus der Praxis bei DeutschlandZulassung: Halten Sie die Sicherheitscodes bereit, bevor Sie den Antrag starten. Ohne sie lässt sich die Online-Abmeldung nicht abschließen. Die Codes sitzen unter den Siegeln der Kennzeichen und im Fahrzeugschein.

Was passiert mit Kfz-Steuer und Versicherung nach der Abmeldung?

Kfz-Steuer und Versicherung laufen nach dem Tod des Halters zunächst weiter. Die Kfz-Steuer endet mit dem Tag der Außerbetriebsetzung; zu viel gezahlte Steuer erstattet das Hauptzollamt. Die Zulassungsbehörde informiert das Hauptzollamt automatisch über die Abmeldung. Sie müssen dort nichts selbst melden.

Dasselbe gilt für die Versicherung: Die Zulassungsbehörde informiert den Versicherer automatisch über die Abmeldung. Ob und in welcher Höhe Beiträge zurückerstattet werden, regeln die Bedingungen des jeweiligen Versicherers.

Klingt nach viel auf einmal? Ist es auch. Aber die Abmeldung selbst ist der einfachste Teil.

Online oder Schalter: Welcher Weg passt im Todesfall?

Für die Abmeldung gibt es drei Wege: das Portal der Zulassungsbehörde (i-Kfz), DeutschlandZulassung oder der Gang zum Schalter. Alle drei führen zum selben Ergebnis.

Das Portal der Zulassungsbehörde verlangt für die Abmeldung keine Identifizierung des Halters. Gebraucht werden Kennzeichen, Fahrzeugschein und Sicherheitscodes. Voraussetzung: ein Fahrzeugschein ab dem 1. Januar 2015. Sind die Papiere älter, bleibt nur der Schalter.

Bei DeutschlandZulassung läuft es genauso: Sie tippen Kennzeichen, Angaben aus dem Fahrzeugschein und die Sicherheitscodes ein. Wir sind beim Kraftfahrt-Bundesamt als Zulassungsdienst zugelassen und geben Ihren Antrag dort digital ab. Keine Identifizierung, keine Schilder, kein Hochladen von Dokumenten.

Am Schalter brauchen Sie je nach Zulassungsstelle einen Termin. In Großstädten kann die Wartezeit auf einen Termin lang sein. Dafür können Sie dort auch ältere Papiere vorlegen und eventuelle Rückfragen direkt klären.

Abmeldungswege im Todesfall: Voraussetzungen und Kosten im Vergleich
Weg Voraussetzung Gebühr (vorläufig)
DeutschlandZulassung (online) Fahrzeugschein ab 2015, Sicherheitscodes 3,30 € (Behördengebühr enthalten im Festpreis)
Portal der Zulassungsbehörde (i-Kfz) Fahrzeugschein ab 2015, Sicherheitscodes 3,30 € vorläufig
Schalter der Zulassungsstelle Fahrzeugschein, Kennzeichen, ggf. ältere Papiere möglich 15,90 € Hauptgebühr (Nr. 224.1 GebOSt)

Was ist, wenn das Fahrzeug verschrottet werden soll?

Soll das Fahrzeug nach dem Tod des Halters direkt in die Verwertung, brauchen Sie zusätzlich einen Verwertungsnachweis eines anerkannten Fachbetriebs. Dieser Nachweis belegt, dass das Fahrzeug ordnungsgemäß entsorgt wurde. Ohne ihn ist eine dauerhafte Abmeldung wegen Verschrottung nicht möglich.

Die Abmeldung selbst läuft dann wie gewohnt: Fahrzeugschein und Kennzeichen (oder die Sicherheitscodes für den Online-Weg) plus der Verwertungsnachweis. Einzelne Zulassungsstellen können weitere Unterlagen verlangen; fragen Sie im Zweifel vorher nach.

Wichtig: Die Außerbetriebsetzung wegen Verschrottung ist endgültig. Eine spätere Wiederzulassung ist nicht möglich, weil das Fahrzeug nicht mehr existiert.

Fazit

Nach dem Tod des Fahrzeughalters geht das Auto kraft Gesetzes auf die Erben über (§ 1922 BGB). Die Erben teilen die Änderung unverzüglich nach § 15 FZV mit und wählen zwischen Umschreibung und Abmeldung. Für die Abmeldung genügen in der Regel Fahrzeugschein und Kennzeichen; die Gebühr beträgt am Schalter 15,90 €, über das Internet vorläufig 3,30 €.

Ihr nächster Schritt: Mit DeutschlandZulassung übernehmen wir die Abmeldung vollständig digital. Sie tippen Kennzeichen, Angaben aus dem Fahrzeugschein und die Sicherheitscodes ein, wir kümmern uns um den Rest. Die Abmeldebescheinigung erhalten Sie per E-Mail, sobald die Zulassungsstelle entschieden hat.

Häufige Fragen

Wer darf das Auto nach dem Tod des Halters abmelden? +

Die Erben als Rechtsnachfolger (§ 1922 BGB). Für die Online-Abmeldung ist laut Bundesministerium für Verkehr keine Identifizierung nötig. Bei mehreren Erben fragen Sie vorher bei der Zulassungsstelle nach, welche Nachweise sie verlangt.

Welche Unterlagen brauche ich für die Abmeldung nach einem Todesfall? +

In der Regel Fahrzeugschein (Teil I) und Kennzeichen. Einzelne Zulassungsstellen können weitere Nachweise verlangen; fragen Sie im Zweifel vorher nach.

Was kostet die Abmeldung nach einem Todesfall? +

Am Schalter 15,90 € (Nr. 224.1 GebOSt). Über das Internet beträgt die vorläufige Gesamtsumme 3,30 €. Die Gebühren sind bundesweit einheitlich.

Muss ich den Versicherer nach dem Todesfall selbst über die Abmeldung informieren? +

Nein. Die Zulassungsbehörde informiert den Versicherer automatisch. Ob Beiträge zurückerstattet werden, regeln die Bedingungen des jeweiligen Versicherers.

Wie lange habe ich Zeit, das Auto nach dem Tod des Halters abzumelden? +

Eine feste Tagesfrist gibt es nicht. § 15 FZV verlangt unverzügliche Mitteilung an die Zulassungsbehörde, also ohne schuldhaftes Zögern.

Kann ich das Auto nach dem Todesfall online abmelden? +

Ja, wenn der Fahrzeugschein ab dem 1. Januar 2015 ausgestellt wurde und die Sicherheitscodes vorhanden sind. Eine Identifizierung des Halters ist für die Abmeldung nicht erforderlich.

DeutschlandZulassung

Abmelden geht auch ohne Behördengang.

Stilllegung, Export oder Verschrottung: Sie geben Fahrzeugdaten und Sicherheitscodes online ein, wir setzen das Fahrzeug bei Ihrer Zulassungsstelle außer Betrieb. Weder Termin noch Unterschrift nötig.

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Endpreis inklusive Behördengebühr

Fahrzeug abmelden

Quellen

  1. [1] Auto abmelden: Alles zu Unterlagen & Kosten · VR
  2. [2] Verlust der Fahrzeugpapiere | Landkreis Augsburg · Landkreis Augsburg
  3. [3] Fahrzeughalter ist verstorben – was ist zu veranlassen? · Landkreis Friesland
  4. [4] Erforderliche Unterlagen / Landkreis Merzig-Wadern · Landkreis Merzig-Wadern
  5. [5] Auto online abmelden: Darauf sollten Sie achten · Verti
  6. [6] Auto abmelden: Unterlagen & Kosten · HUK
  7. [7] Das Auto abmelden | Alles Wissenswerte zur KFZ-... · wirkaufendeinauto.de