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Kurzzeitkennzeichen beantragen: Kosten & Ablauf
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Kurzzeitkennzeichen beantragen: Kosten & Ablauf

Kurz gesagt

Ein Kurzzeitkennzeichen berechtigt zu Probe-, Prüfungs- und Überführungsfahrten und ist exakt 5 Kalendertage gültig. Die Verwaltungsgebühr beträgt bundesweit einheitlich 13,10 €; zusammen mit Schilderprägung und Kurzzeit-eVB entstehen Gesamtkosten von rund 60 bis 170 €. Unverzichtbar ist eine spezielle Kurzzeit-eVB — eine reguläre Versicherungsbestätigung reicht nicht. DeutschlandZulassung erklärt alle Schritte und übernimmt auf Wunsch die anschließende Dauerzulassung.

Redaktion DeutschlandZulassung Aktualisiert: 16. September 2026 6 Min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Kurzzeitkennzeichen — und wann brauchen Sie eines?

Sie haben gerade ein Auto gekauft, das noch kein Kennzeichen hat — oder das alte Kennzeichen gehörte dem Vorbesitzer und bleibt bei ihm. Das Fahrzeug steht in einer anderen Stadt, Sie müssen es nach Hause überführen, und ein reguläres Kennzeichen dauert noch ein paar Tage. Genau für diese Situation gibt es das Kurzzeitkennzeichen. Klingt unkompliziert? Ist es auch — wenn Sie die richtigen Unterlagen dabei haben. DeutschlandZulassung zeigt Ihnen, was Sie brauchen und worauf Sie achten müssen.

Welche Kosten entstehen beim Kurzzeitkennzeichen?

Die Gesamtkosten setzen sich aus drei Posten zusammen: Verwaltungsgebühr der Zulassungsstelle, Schilderprägung und Kurzzeitversicherung. Die Verwaltungsgebühr liegt bundesweit bei 13,10 € und gilt als einheitlich. Ein Schilderpaar kostet bei einer Prägestelle typisch rund 25 €. Den größten Kostenblock bildet die Versicherung — je nach Anbieter, Fahrzeugtyp und gewünschtem Deckungsumfang variiert sie erheblich.

Welche Kosten entstehen beim Kurzzeitkennzeichen?
Kostenblock Typischer Betrag Hinweis
Verwaltungsgebühr Zulassungsstelle 13,10 € Bundesweit einheitlich
Schilderprägung (Paar) ca. 25 € Variiert je nach Prägestelle
Kurzzeitversicherung (eVB) ca. 20–130 € Abhängig von Fahrzeugtyp, Anbieter und Deckung
Gesamt ca. 60–170 € Richtwert für Pkw, 5 Tage

Mehrere Ratgeber — darunter ADAC und Allianz — bestätigen diese Spanne von rund 60 bis 150 €. In Ausnahmefällen, etwa bei teuren Fahrzeugen oder hohem Versicherungsschutz, kann der Gesamtbetrag auf bis zu 170 € steigen. Günstige Kurzzeitversicherungen für einfache Überführungen sind teils schon ab 20 € erhältlich — aber Vorsicht: Achten Sie auf den tatsächlichen Deckungsumfang, nicht nur auf den Preis.

"Aus der Praxis bei DeutschlandZulassung: Der häufigste Stolperstein beim Kurzzeitkennzeichen ist die fehlende oder falsch beantragte eVB-Nummer — eine reguläre Kfz-eVB reicht nicht aus, es muss eine Kurzzeit-eVB sein."

Was ist die eVB-Nummer für das Kurzzeitkennzeichen — und wie bekomme ich sie?

Die eVB-Nummer (elektronische Versicherungsbestätigung) ist Pflicht. Ohne sie lässt sich das Kurzzeitkennzeichen bei der Zulassungsstelle nicht beantragen. Wichtig: Für Kurzzeitkennzeichen benötigen Sie eine spezielle Kurzzeit-eVB — die reguläre eVB Ihrer Haftpflichtversicherung für das Hauptfahrzeug gilt hier nicht.

Die eVB ist 7 Zeichen lang (alphanumerisch, z.B. "AB12345"). Die Buchstaben O und I kommen darin nicht vor — sie werden ausgeschlossen, damit keine Verwechslung mit den Ziffern 0 und 1 entsteht. Beantragen können Sie die Kurzzeit-eVB direkt bei Kurzzeitversicherern online, meist in unter 5 Minuten. Der Preis hängt vom Fahrzeugtyp, der gewünschten Deckung und der Versicherungsdauer ab.

Stellen Sie sich vor: Thomas aus Frankfurt kauft einen gebrauchten Opel Corsa von einem Privatverkäufer in Kassel. Das Fahrzeug hat kein eigenes Kennzeichen mehr. Thomas beantragt am Morgen online eine Kurzzeit-eVB, fährt zur Zulassungsstelle in Kassel — und kann den Corsa noch am selben Nachmittag nach Frankfurt überführen. Ohne die eVB wäre er nicht mal bis zur Ausfahrt des Parkplatzes legal gefahren.

Welche Dokumente brauche ich für die Beantragung?

Die Zulassungsstelle prüft vor der Ausgabe des Kurzzeitkennzeichens eine überschaubare Dokumentenliste. Wer vollständig erscheint, ist in der Regel in 15–30 Minuten fertig.

  • Personalausweis oder Reisepass (mit Meldebescheinigung)
  • Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) oder Fahrzeugbrief (Teil II) — je nach Behörde
  • Kurzzeit-eVB-Nummer vom Versicherer
  • Nachweis über gültige Hauptuntersuchung (HU) — oder Nachweis, dass die Fahrt zur HU-Prüfstelle der Zweck ist
  • Ausgefüllter Antrag (Formular der Zulassungsstelle, oft auch online vorab verfügbar)

Zur HU: Ein Kurzzeitkennzeichen darf auch dann ausgestellt werden, wenn die HU abgelaufen ist — sofern der Zweck der Fahrt die Überführung zur Prüfstelle ist. Das ist ein häufiger Anwendungsfall. Für normale Überführungsfahrten sollte das Fahrzeug jedoch zumindest technisch fahrtüchtig und verkehrssicher sein.

Wie lange ist das Kurzzeitkennzeichen gültig — und was passiert danach?

Die Gültigkeit beträgt exakt 5 Tage. Nicht "5 Werktage", nicht "5 Tage ab Antrag mit Puffer" — sondern 5 Kalendertage ab dem auf dem Kennzeichen eingestempelten Startdatum. Das Enddatum ist auf dem Kennzeichen selbst aufgedruckt; nach Ablauf darf das Fahrzeug nicht mehr bewegt werden.

Was viele nicht wissen: Das Kurzzeitkennzeichen ist fahrzeuggebunden, nicht personengebunden. Es gilt nur für das Fahrzeug, für das es ausgestellt wurde — und auch nur für den eingetragenen Zweck (Probe-, Prüfungs- oder Überführungsfahrt). Eine Verlängerung ist nicht möglich; wer mehr Zeit braucht, muss ein neues Kurzzeitkennzeichen beantragen.

Das Kennzeichen selbst — also die physischen Schilder — verbleiben nach Ablauf beim Halter. Sie können nicht für ein anderes Fahrzeug weiterverwendet werden. Wer das Fahrzeug dauerhaft zulassen möchte, braucht danach eine reguläre Anmeldung mit eigenem Kennzeichen.

Wo beantrage ich das Kurzzeitkennzeichen — und geht das auch online?

Zuständig ist die Kfz-Zulassungsstelle des Landkreises oder der kreisfreien Stadt, in der Sie Ihren Hauptwohnsitz haben — nicht zwingend die Behörde am Standort des Fahrzeugs. In vielen Bundesländern ist die persönliche Vorsprache noch der Standardweg; einige Zulassungsstellen bieten jedoch bereits einen Online-Antrag über das i-Kfz-Portal an.

Beim i-Kfz-Portal gilt: Die App-Nutzung ist kostenlos, die Zulassungsgebühr (13,10 € Verwaltungsgebühr) bleibt bestehen. Außerdem setzt i-Kfz einen eID-fähigen Personalausweis voraus — wer diesen nicht aktiviert hat, muss trotzdem zur Behörde. Und die Schilder müssen Sie bei einer Prägestelle separat bestellen oder abholen, was einen zusätzlichen Weg bedeutet.

Die Kosten variieren leicht je nach Bundesland — in Bayern und Baden-Württemberg liegen die Verwaltungsgebühren typisch am unteren Ende, in Berlin und Hamburg am oberen. Die 13,10 € für das Kurzzeitkennzeichen gelten jedoch als bundesweit einheitlich dokumentiert.

Für welche Fahrzeuge gilt das Kurzzeitkennzeichen?

Kurzzeitkennzeichen können für Pkw, Krafträder, Anhänger und andere zulassungspflichtige Fahrzeuge ausgestellt werden. Nicht möglich ist die Ausstellung für Fahrzeuge, die dauerhaft stillgelegt (außer Betrieb gesetzt nach § 16 FZV) sind und deren Daten bereits aus dem Zentralen Fahrzeugregister gelöscht wurden — hier wäre zunächst eine Wiederzulassung oder Begutachtung nach § 21 StVZO erforderlich.

Für Krafträder gelten dieselben Grundregeln wie für Pkw; die Schildgröße ist natürlich eine andere. Bei Anhängern ist zu beachten, dass das Kurzzeitkennzeichen am Anhänger angebracht wird — das Zugfahrzeug benötigt ein eigenes, reguläres Kennzeichen.

Fazit

Das Kurzzeitkennzeichen ist das richtige Werkzeug für Überführungen, Probefahrten und Fahrten zur HU — 5 Tage Gültigkeit, bundesweit einheitliche Verwaltungsgebühr von 13,10 €, Gesamtkosten typisch zwischen 60 und 170 €. Der häufigste Fehler: die falsche eVB-Nummer. Besorgen Sie sich unbedingt eine Kurzzeit-eVB, keine reguläre.

Ihr nächster Schritt: Wenn Sie nach der Überführung das Fahrzeug dauerhaft anmelden möchten, übernimmt DeutschlandZulassung die komplette Anmeldung inklusive Schilderprägung und DHL-Versand — Sie laden Ihre Dokumente hoch, wir kümmern uns um den Rest. DeutschlandZulassung ist beim Kraftfahrt-Bundesamt als Zulassungsdienst zugelassen und gibt Ihren Antrag dort digital ab.

Häufige Fragen

Wie lange ist ein Kurzzeitkennzeichen gültig? +

Ein Kurzzeitkennzeichen ist exakt 5 Kalendertage gültig, gerechnet ab dem auf dem Kennzeichen eingestempelten Startdatum. Eine Verlängerung ist nicht möglich.

Was kostet ein Kurzzeitkennzeichen insgesamt? +

Die Gesamtkosten liegen typisch zwischen 60 und 170 €: Verwaltungsgebühr 13,10 €, Schilderprägung ca. 25 € und Kurzzeitversicherung ca. 20–130 € je nach Anbieter und Fahrzeug.

Welche eVB-Nummer brauche ich für ein Kurzzeitkennzeichen? +

Sie benötigen eine spezielle Kurzzeit-eVB, keine reguläre Kfz-eVB. Diese ist 7 Zeichen lang und bei Kurzzeitversicherern online in wenigen Minuten beantragbar.

Wo beantrage ich ein Kurzzeitkennzeichen? +

Bei der Kfz-Zulassungsstelle Ihres Hauptwohnsitzes. Einige Behörden bieten den Antrag auch online über das i-Kfz-Portal an — dafür ist ein eID-fähiger Personalausweis nötig.

Darf ich mit einem Kurzzeitkennzeichen fahren, wenn der TÜV abgelaufen ist? +

Ja, wenn der Zweck der Fahrt die Überführung zur HU-Prüfstelle ist. Für normale Überführungsfahrten muss das Fahrzeug technisch fahrtüchtig und verkehrssicher sein.

Kann ich ein Kurzzeitkennzeichen für mehrere Fahrzeuge nutzen? +

Nein. Das Kurzzeitkennzeichen ist fahrzeuggebunden und gilt ausschließlich für das Fahrzeug, für das es ausgestellt wurde. Eine Übertragung auf ein anderes Fahrzeug ist nicht erlaubt.

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Sie müssen das nicht selbst erledigen.

Anmeldung, Ummeldung, Abmeldung, Wunschkennzeichen: Wir nehmen den Vorgang online auf und reichen den Antrag bei Ihrer Zulassungsstelle ein. Alle Preise sind Endpreise.

Quellen

  1. [1] Kurzzeitkennzeichen: Kosten, Gültigkeit & Ablauf 2026 · Fahrzeug-Freude
  2. [2] eVB für Kurzzeitkennzeichen: Kosten, Ablauf & Anbieter (2026) · eVB-Nummer-Online
  3. [3] Kurzzeitkennzeichen: Alles zu Kosten & Versicherung · ADAC