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Anhänger zulassen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Kfz-Zulassung

Anhänger zulassen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Einen PKW-Anhänger zulassen kostet rund 30 Euro und erfordert Personalausweis, Fahrzeugbrief (ZB II) und eVB-Nummer. Gemäß § 3 Abs. 1 FZV ist die Zulassung für jeden Anhänger im öffentlichen Straßenverkehr Pflicht. deutschland-zulassung erledigt die Anmeldung vollständig digital — inklusive Kennzeichenversand.

Redaktion deutschland-zulassung · · 7 Min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis

Anhänger zulassen — was brauchen Sie wirklich?

Ihr neuer Bootstrapanhänger steht in der Einfahrt, der Urlaub rückt näher — und dann die Frage: Braucht der überhaupt ein Kennzeichen? Ja, braucht er. Wer einen Anhänger ohne gültige Zulassung auf öffentlichen Straßen bewegt, riskiert ein Bußgeld. Klingt nach Bürokratie? Ist es ein bisschen — aber mit der richtigen Vorbereitung erledigen Sie das in unter einer Stunde. deutschland-zulassung unterstützt Sie dabei, die Anmeldung komplett digital abzuwickeln, ohne Behördengang.

Welche Unterlagen brauche ich für die Anhängerzulassung?

Für die Zulassung eines PKW-Anhängers sind drei Kernunterlagen zwingend erforderlich. Erstens ein gültiger Personalausweis oder Reisepass — jeweils mit aktueller Meldebescheinigung, falls die Adresse im Dokument nicht mehr stimmt. Zweitens die Zulassungsbescheinigung Teil II (früher: Fahrzeugbrief) des Anhängers. Drittens eine gültige eVB-Nummer, die elektronische Versicherungsbestätigung — 7-stellig alphanumerisch, kostenlos und in wenigen Minuten online bei Ihrer Versicherung erhältlich.

Wichtig: Die eVB-Nummer ist standardmäßig 6 Monate gültig, bei einigen Versicherern wie Allianz oder HUK24 sogar bis zu 18 Monate. Beantragen Sie sie also ruhig schon vorab — Sie müssen nicht am selben Tag zur Behörde.

Zusätzlich kann die Zulassungsstelle verlangen:

  • Nachweis über eine bestandene Hauptuntersuchung (HU/TÜV), sofern der Anhänger bereits älter ist
  • Bei Neukauf: Kaufvertrag oder Rechnung als Eigentumsnachweis
  • Ab dem 5. Juli 2026: die IVI-COC (elektronische Übereinstimmungsbescheinigung), die digital beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) vorliegen muss — ohne diese kann ab diesem Datum kein neuer Anhänger mehr zugelassen werden

Prüfen Sie also bei einem Neukauf nach dem Sommer 2026 ausdrücklich, ob Ihr Händler die IVI-COC bereits digital beim KBA hinterlegt hat. Das ist ein häufiger Stolperstein, den viele Käufer erst am Schalter bemerken.

Wie läuft die Anhängeranmeldung Schritt für Schritt ab?

Der Ablauf ist geradlinig — wenn alle Unterlagen vollständig sind. Hier ein Praxisbeispiel: Thomas aus Stuttgart kauft einen Bootstrapanhänger für seine Gartenabfälle. Er hat den Fahrzeugbrief vom Vorbesitzer, holt sich die eVB-Nummer online bei seiner Versicherung und erscheint mit Personalausweis bei der Zulassungsstelle. 40 Minuten später fährt er mit Kennzeichen nach Hause. So einfach kann es sein.

Die fünf Schritte im Überblick — von der Vorbereitung bis zum fertigen Kennzeichen — finden Sie im HowTo-Schema dieses Artikels. Im Body hier die wichtigsten Praxis-Hinweise zu jedem Schritt:

Schritt 1 — Unterlagen zusammenstellen: Legen Sie alle Dokumente (ZB II, Ausweis, eVB) in einer Mappe bereit. Fehlt nur ein Dokument, scheitert die Anmeldung am Schalter — das ist der Klassiker.

Schritt 2 — Versicherung abschließen und eVB holen: Anhänger brauchen eine eigene Haftpflichtversicherung; die eVB-Nummer erhalten Sie direkt beim Versicherer, meist in unter 5 Minuten online. Achten Sie darauf, dass die Police den Anhänger korrekt beschreibt (Typ, Gesamtgewicht).

Schritt 3 — Zulassungsstelle aufsuchen oder i-Kfz nutzen: PKW-Anhänger können online über das Bundesportal i-Kfz an-, ab- und umgemeldet werden, sofern Ihre Zulassungsstelle diesen Service anbietet. Das spart Wartezeit; die Verfügbarkeit variiert je nach Landkreis.

Schritt 4 — HU-Nachweis vorlegen (wenn nötig): Anhänger unterliegen der Hauptuntersuchungspflicht gemäß § 29 StVZO, haben aber — anders als PKW — keine Abgasuntersuchung (AU). Bei einem Gebrauchtanhänger prüfen Sie das HU-Datum im Fahrzeugschein.

Schritt 5 — Kennzeichen prägen lassen und Zulassung abschließen: Nach Zahlung der Gebühr (ca. 30 Euro) erhalten Sie die Zulassungsbescheinigung Teil I. Das Kennzeichen wird vor Ort oder — bei digitaler Anmeldung — per Versand geliefert.

"Aus der Praxis bei deutschland-zulassung: Der häufigste Stolperstein bei der Anhängerzulassung ist die fehlende oder falsch beantragte eVB-Nummer — entweder für das falsche Fahrzeug ausgestellt oder bereits abgelaufen. Wer das vorab prüft, spart sich einen zweiten Behördengang."

Was kostet die Anhängerzulassung?

Die Grundgebühr für die Zulassung eines PKW-Anhängers liegt bei rund 30 Euro. Dazu kommen die Kosten für das Kennzeichen (ca. 10–20 Euro je nach Schilderpräger) sowie gegebenenfalls eine Wunschkennzeichen-Reservierung. Rückständige Gebühren über 30 Euro bei der Zulassungsstelle führen dazu, dass die Zulassung bis zur Begleichung verweigert wird — ein Detail, das bei Ummeldungen nach Behördenwechsel relevant sein kann.

Kostenposition Betrag (ca.) Hinweis
Zulassungsgebühr ca. 30 € Bundesweit einheitlich, leichte regionale Abweichungen möglich
Kennzeichenschilder ca. 10–20 € Je nach Schilderpräger und Kennzeichengröße
Wunschkennzeichen-Reservierung ca. 2–10 € Je nach Zulassungsstelle, optional
HU (Hauptuntersuchung) bei Gebrauchtanhänger ca. 50–80 € Nur wenn HU überfällig; keine AU erforderlich
100 km/h-Prüfung (optional) ca. 30–60 € Durch TÜV/DEKRA, Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Die Kosten variieren leicht je nach Bundesland — in Bayern und Baden-Württemberg liegen sie typisch am unteren Ende, in Berlin und Hamburg am oberen. Wer den Anhänger digital über i-Kfz anmeldet und Kennzeichen per DHL zuschicken lässt, spart sich den Weg zum Schilderpräger vor Ort.

Wann ist ein Anhänger zulassungsfrei?

Nicht jeder Anhänger muss zugelassen werden. Zulassungsfrei sind Kfz-Anhänger, wenn sie ausschließlich für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke hinter Zugmaschinen mitgeführt werden und dabei nicht schneller als 25 km/h bewegt werden. Das betrifft vor allem Landwirte mit Feldanhängern — für den normalen Freizeitanhänger, Bootstrapanhänger oder Wohnwagen gilt diese Ausnahme nicht.

Wer unsicher ist, ob sein Anhänger unter die Zulassungspflicht fällt, sollte kurz bei der zuständigen Zulassungsstelle nachfragen. Im Zweifel gilt: Zulassung beantragen. Ein Anhänger ohne Kennzeichen auf der Autobahn ist kein Kavaliersdelikt.

Was ist die 100 km/h-Zulassung für Anhänger?

Standardmäßig gilt für Anhänger auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen ein Tempolimit von 80 km/h. Eine 100 km/h-Zulassung ist möglich — aber an strenge Voraussetzungen geknüpft. Klingt nach viel? Die Bedingungen sind klar definiert:

  • Das Zugfahrzeug muss mit ABS ausgestattet sein
  • Das zulässige Gesamtgewicht des Zugfahrzeugs darf 3,5 Tonnen nicht überschreiten
  • Die Reifen des Anhängers müssen für mindestens 120 km/h zugelassen sein (Geschwindigkeitsindex I oder höher)
  • Die Reifen dürfen nicht älter als 6 Jahre sein

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, wird die 100 km/h-Zulassung durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen (TÜV, DEKRA o. ä.) bescheinigt und in der Zulassungsbescheinigung eingetragen. Der entsprechende Aufkleber am Anhänger ist dann Pflicht — ohne ihn gilt weiterhin Tempo 80, auch wenn die Zulassung im Schein steht.

Wichtig: Die 100 km/h-Freigabe gilt nur für die Kombination aus Zugfahrzeug und Anhänger, die geprüft wurde. Wechseln Sie das Zugfahrzeug, kann eine erneute Prüfung nötig sein.

Kann ich einen Anhänger online zulassen?

Ja — und das ist eine echte Erleichterung. PKW-Anhänger können über das Bundesportal i-Kfz digital an-, ab- und umgemeldet werden, sofern die zuständige Zulassungsstelle diesen Service freigeschaltet hat. Das Bundesministerium für Verkehr hat i-Kfz schrittweise ausgebaut; inzwischen bieten die meisten Zulassungsstellen zumindest die Neuzulassung digital an.

Was Sie für die Online-Anmeldung brauchen: einen Online-Ausweis (eID-Funktion des Personalausweises), die digitale eVB-Nummer sowie die Fahrzeugdaten aus der ZB II. Das Kennzeichen wird nach erfolgreicher Bearbeitung per Post zugeschickt — inklusive Zulassungsbescheinigung Teil I.

deutschland-zulassung bietet eine direkte Anbindung an alle deutschen Zulassungsbezirke und übernimmt den gesamten Prozess: von der digitalen Anmeldung über die TÜV-zertifizierte Schilderprägung bis zum DHL-Versand direkt zu Ihnen nach Hause. Gerade für Anhänger, die selten bewegt werden und bei denen ein Behördengang unverhältnismäßig aufwändig wäre, ist das die praktischste Lösung.

Fazit

Einen Anhänger zulassen ist kein Hexenwerk — mit den richtigen Unterlagen und rund 30 Euro Gebühr ist es in unter einer Stunde erledigt. Wer den digitalen Weg über i-Kfz wählt, spart sich den Behördengang komplett; ab Juli 2026 ist zudem die IVI-COC bei Neuanhängern Pflicht.

Ihr nächster Schritt: Holen Sie sich jetzt Ihre eVB-Nummer bei Ihrer Versicherung — das dauert keine 5 Minuten. Danach können Sie die Anhängerzulassung direkt über deutschland-zulassung digital beantragen; Kennzeichen und Zulassungsbescheinigung kommen per DHL zu Ihnen.

Häufige Fragen

Was brauche ich, um einen Anhänger zulassen zu können? +

Sie benötigen Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung, die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) und eine gültige 7-stellige eVB-Nummer Ihrer Versicherung.

Was kostet die Zulassung eines PKW-Anhängers? +

Die Grundgebühr beträgt ca. 30 Euro. Hinzu kommen Kosten für Kennzeichenschilder (ca. 10–20 €) und optional eine Wunschkennzeichen-Reservierung oder eine 100 km/h-Prüfung.

Welche Voraussetzungen gelten für die 100 km/h-Zulassung beim Anhänger? +

Das Zugfahrzeug muss ABS haben und darf max. 3,5 t wiegen. Die Anhängerreifen müssen für mind. 120 km/h zugelassen und nicht älter als 6 Jahre sein. Ein Sachverständiger (TÜV/DEKRA) bestätigt die Freigabe.

Kann ich einen Anhänger online zulassen? +

Ja, über das Bundesportal i-Kfz ist die digitale Anmeldung möglich, sofern Ihre Zulassungsstelle diesen Service anbietet. Sie benötigen dafür die eID-Funktion Ihres Personalausweises.

Wann ist ein Anhänger zulassungsfrei? +

Anhänger sind zulassungsfrei, wenn sie ausschließlich für land- oder forstwirtschaftliche Zwecke hinter Zugmaschinen mit max. 25 km/h genutzt werden. Für Freizeit- und Bootstrapanhänger gilt die Ausnahme nicht.

Braucht ein Anhänger eine Hauptuntersuchung (TÜV)? +

Ja, Anhänger unterliegen der HU-Pflicht gemäß § 29 StVZO. Eine Abgasuntersuchung (AU) ist jedoch nicht erforderlich, da Anhänger keinen eigenen Motor haben.

Quellen

  1. [1] PKW-Anhänger zulassen: Kosten? Was brauche ich dafür? — Bussgeldkatalog.org
  2. [2] Kfz-Zulassung — Ratgeber für Pkw und Anhänger — ADAC
  3. [3] Wie verläuft die Zulassung eines Anhängers in Deutschland? — Unitrailer.de
  4. [4] Anhänger Kraftfahrzeug - Zulassung beantragen — Landkreis Heidenheim
  5. [5] Zulassung von Anhängern — Landkreis Havelland
  6. [6] Anhänger zulassen und Ladung richtig sichern — Hornbach
  7. [7] Internetbasierte Fahrzeugzulassung: So funktioniert „i-Kfz“ — BMV