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Kennzeichen verloren oder gestohlen: was tun 2026?

Ein gestohlenes oder verlorenes Kennzeichen erfordert sofort eine Polizeianzeige, danach die Neuausstellung bei der Zulassungsbehörde. Rechnen Sie mit rund 40 bis 60 Euro: amtliche Gebühr, zwei neue Schilder und bei Verlust ohne Diebstahl zusätzlich die Versicherung an Eides statt. Die beiden geprägten Schilder liefern wir für 19,90 Euro per DHL nach Hause, Prägung und Versand enthalten.

Redaktion DeutschlandZulassung 7 Min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis

Kennzeichen verloren oder gestohlen: was tun?

Gestohlene Schilder werden benutzt, um an der Tankstelle wegzufahren, ohne zu zahlen, oder um ein anderes Fahrzeug zu tarnen. Deshalb zählt die Reihenfolge: Alles, was nach Ihrer Anzeige mit dem Schild passiert, ist nicht mehr Ihr Problem. Alles davor müssten Sie erklären.

Schritt 1: Polizeianzeige erstatten

Ohne Anzeigenbestätigung akzeptiert die Zulassungsstelle keine Neuausstellung. Fahren Sie zur nächsten Polizeistation oder erstatten Sie die Anzeige online, viele Bundesländer bieten das an. Gefragt wird, wann Sie das Schild zuletzt gesehen haben und wo es abhandengekommen sein könnte.

Erstatten Sie die Anzeige noch am selben Tag. Das Datum ist der eigentliche Wert des Dokuments: Es markiert den Zeitpunkt, ab dem das Schild nachweislich nicht mehr in Ihrem Besitz war. Wer erst nach zwei Wochen zur Polizei geht, hat für die Zeit dazwischen keinen Beleg.

Schritt 2: Alle erforderlichen Unterlagen zusammentragen

Bevor Sie zur Zulassungsstelle fahren, sammeln Sie folgende Dokumente:

  • Personalausweis oder Reisepass (Original, nicht Kopie)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (früher Fahrzeugbrief)
  • Nachweis der gültigen Hauptuntersuchung (ist sie abgelaufen, führt der Weg zuerst zur Prüfstelle)
  • Polizeiliche Anzeigenbestätigung oder Verlustbescheinigung (vom Diebstahl oder Verlust)
  • Eventuell das noch vorhandene Kennzeichen-Schild (falls nur eines verloren ging)

Ist das Fahrzeug auf eine Firma angemeldet, kommt ein Handelsregisterauszug oder die Gewerbeanmeldung dazu. Lassen Sie sich vertreten, brauchen Sie eine schriftliche Vollmacht, den Ausweis des Bevollmächtigten und eine Kopie Ihres Ausweises.

Der häufigste Stolperstein ist die abgelaufene Hauptuntersuchung. Ohne sie führt die Zulassungsbehörde gar keinen Vorgang durch, auch keine Neuausstellung von Kennzeichen.

Schritt 3: Neuausstellung beantragen

Bei der Zulassungsbehörde wird die Anzeigenbestätigung geprüft, die alte Kombination gesperrt und Ihnen eine neue zugeteilt. Ihr altes Kennzeichen bekommen Sie nicht zurück: Die Kombination bleibt über Jahre gesperrt, üblicherweise ist von zehn Jahren die Rede. Ein Schild, das im Umlauf ist, darf keinem zweiten Fahrzeug gehören.

Wurde das Schild nicht gestohlen, sondern schlicht verloren, tritt an die Stelle der Anzeigenbestätigung eine Versicherung an Eides statt über den Verbleib. Die nehmen Sie bei der Behörde selbst ab, sie kostet eine eigene Gebühr. Ein Formalismus ist sie nicht: Eine falsche Angabe ist strafbar.

Wenn Sie ohnehin eine neue Kombination bekommen, können Sie gleich ein Wunschkennzeichen wählen, statt eine zugeteilte Nummer hinzunehmen.

Schritt 4: Neue Schilder besorgen

Die Schilder werden zur neuen Kombination geprägt, beim Schilderhersteller neben der Zulassungsstelle oder auf Bestellung nach Hause. Wir prägen normgerecht nach DIN 74069 und liefern per DHL; zwei Schilder kosten 19,90 Euro, Prägung und Versand enthalten.

Was Sie in der Zwischenzeit nicht tun sollten: fahren. Ein Fahrzeug ohne amtliches Kennzeichen zu führen, ist eine Ordnungswidrigkeit und kostet 60 Euro. Ein Kurzzeitkennzeichen ist möglich, lohnt sich hier aber selten: Es kostet mit Gebühr, Schildern und eigener Versicherung mehr als der ganze Rest des Vorgangs.

Schritt 5: Schilder anbringen und den Versicherer informieren

Ihr Versicherungsvertrag läuft auf das alte Kennzeichen. Melden Sie Ihrem Versicherer die neue Kombination, meist genügt eine E-Mail oder ein Klick im Kundenportal. Der Schutz besteht weiter, aber Schadensmeldung, Beitragsrechnung und die Zuordnung im Zentralruf der Autoversicherer hängen an der richtigen Nummer.

Ist nur eines der beiden Schilder verschwunden, bringen Sie das verbliebene zur Zulassungsbehörde mit; sie zieht es ein und entwertet die Plakette. Das ist Voraussetzung für die Neuausstellung. Ein weggeworfenes, aber nicht entwertetes Schild taucht sonst irgendwann an einem fremden Fahrzeug auf, und die Halterabfrage führt zu Ihnen.

Kosten für die Neuausstellung 2026

Der Vorgang besteht aus zwei getrennten Rechnungen. Die Gebühr der Zulassungsbehörde für die Neuausstellung liegt bei rund 25 bis 35 Euro; bei bloßem Verlust kommt die Gebühr für die Versicherung an Eides statt dazu. Die Schilder sind davon unabhängig: bei uns 19,90 Euro für den Satz, inklusive Prägung nach DIN 74069 und DHL-Versand. Zusammen sind das rund 40 bis 60 Euro.

Kosten der Kennzeichen-Neuausstellung
Leistung Gebühr (ca.) Bemerkung
Neuausstellung durch die Zulassungsbehörde 25–35 € Amtliche Gebühr, je nach Umfang des Vorgangs
Versicherung an Eides statt eigene Gebühr Nur bei Verlust ohne Diebstahl
Zwei geprägte Schilder 19,90 € Bei uns inklusive Prägung nach DIN 74069 und DHL-Versand
Wunschkennzeichen (optional) 24,90 € Wenn Sie die neue Kombination selbst wählen wollen, mit Schildern 44,80 €
Zusammen rund 40–60 € Behördengebühr plus Schilder

Die Gebühr der Behörde richtet sich nach der bundeseinheitlichen Gebührenordnung, nicht nach dem Bundesland. Was wirklich variiert, sind die Preise der Schilderhersteller.

Sonderfall: Kennzeichenverlust im Ausland

Eine deutsche Zulassungsbehörde kann Ihnen im Ausland keine Schilder zuteilen. Melden Sie den Vorfall zuerst bei der örtlichen Polizei und lassen Sie sich die Anzeige schriftlich geben, Sie brauchen sie später auch zu Hause. Fahren ohne Schild ist auch dort nicht erlaubt.

Praktikabel sind zwei Wege: das Fahrzeug per Transport nach Deutschland bringen zu lassen, oder, falls nur ein Schild fehlt, Kontakt zur eigenen Versicherung und zum Automobilclub aufzunehmen. Was am Ende geht, hängt vom Land ab.

Häufige Fehler

Fehler 1: Ohne Anzeigenbestätigung zur Zulassungsstelle gehen. Funktioniert nicht. Die Behörde akzeptiert nur Neuausstellungen mit Polizei-Dokument.

Fehler 2: Mit abgelaufenem TÜV antreten. Dann müssen Sie erst zur HU-Prüfstelle, bevor die Zulassungsstelle tätig wird. Das kostet Zeit und Geld.

Fehler 3: Ein wiedergefundenes altes Schild weiterverwenden. Die Kombination ist gesperrt; wer sie führt, macht sich angreifbar.

Fehler 4: Bis zur Lieferung der Schilder „vorsichtig“ weiterfahren. Das kostet 60 Euro, und der eigentliche Schaden entsteht, wenn in dieser Zeit etwas passiert.

Fehler 5: Den Versicherer vergessen. Der Vertrag läuft auf die alte Nummer, bis Sie die neue melden.

Ihr nächster Schritt

Erstatten Sie die Anzeige heute, nicht morgen. Das Datum darauf ist der einzige Beleg dafür, ab wann das Schild nicht mehr Ihres war. Steht die neue Kombination fest, brauchen Sie nur noch die Schilder: normgerecht nach DIN 74069 geprägt, 19,90 Euro für den Satz, per DHL zu Ihnen nach Hause. Und wenn Sie die Kombination selbst aussuchen: Die Verfügbarkeit ist in Sekunden geprüft.

Häufige Fragen

Was muss ich tun, wenn mein Kennzeichen gestohlen wurde? +

Erstatten Sie sofort eine Polizeianzeige (online oder vor Ort), um eine Anzeigenbestätigung zu erhalten. Dann gehen Sie mit dieser Bestätigung und allen erforderlichen Unterlagen zur Zulassungsstelle und beantragen eine Neuausstellung.

Was passiert mit dem alten Kennzeichen nach dem Diebstahl? +

Es wird zur Fahndung ausgeschrieben und gesperrt. Die Kombination wird über viele Jahre nicht neu vergeben, üblicherweise ist von zehn Jahren die Rede. Sie bekommen eine neue Kombination zugeteilt.

Welche Unterlagen brauche ich für die Neuausstellung? +

Sie brauchen: Personalausweis oder Reisepass, Zulassungsbescheinigungen Teil I und II, gültigen HU-Nachweis und die polizeiliche Anzeigenbestätigung oder Verlustbescheinigung.

Wie viel kostet die Neuausstellung eines Kennzeichens? +

Die Gebühren liegen typisch zwischen 40–60 Euro (Neuausstellung 25–35 €, Prägung 10–15 €, optional Versand 5–10 €). Die genauen Kosten variieren je nach Bundesland.

Darf ich ohne Kennzeichen fahren, während ich auf neue Schilder warte? +

Nein. Ein Fahrzeug ohne amtliches Kennzeichen zu führen, ist eine Ordnungswidrigkeit und kostet 60 Euro. Lassen Sie den Wagen stehen, bis die neuen Schilder da sind.

Was kostet mich das Fehlen des Schildes zusätzlich? +

Fällt nur ein Schild aus, brauchen Sie trotzdem einen kompletten Satz, denn die Kombination ändert sich. Die geprägten Schilder liefern wir für 19,90 Euro inklusive Versand; die Gebühr der Zulassungsbehörde kommt davon getrennt dazu.

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Prüfen Sie Ihre Kombination kostenlos, ohne Anmeldung. Ist sie frei, reservieren wir sie bei Ihrer Zulassungsstelle und prägen auf Wunsch die Schilder.

ab 24,90 €

mit geprägten Schildern 44,80 €

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Quellen

  1. [1] Kennzeichen gestohlen oder verloren: Was tun? - ADAC · ADAC
  2. [2] Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV): Kennzeichen und Zulassungsplakette · Bundesministerium der Justiz
  3. [3] Kraftfahrzeugkennzeichen - nach Diebstahl oder Verlust ersetzen · Service Berlin
  4. [4] Verlust oder Diebstahl der Kennzeichenschilder - KfZ Zulassungsstelle · Stadt München
  5. [5] Kfz-Kennzeichen wegen Verlust oder Diebstahl ersetzen - hamburg.de · Hamburg.de