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H-Kennzeichen beantragen: Anforderungen für Oldtimer
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H-Kennzeichen beantragen: Anforderungen für Oldtimer

Das H-Kennzeichen ist für Fahrzeuge reserviert, die mindestens 30 Jahre alt sind und weitgehend im Originalzustand vorliegen. Zur Beantragung brauchen Sie ein Oldtimer-Gutachten nach § 23 StVZO, eine gültige HU und die Zulassungsbescheinigung Teil II. Gutachten und HU müssen Sie selbst beibringen, die Zulassung danach übernehmen wir, ab 109,90 € all-in.

Redaktion DeutschlandZulassung 6 Min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis

Wann bekommt ein Oldtimer das H-Kennzeichen?

Zwei Dinge müssen Sie selbst beibringen: das Gutachten und eine gültige Hauptuntersuchung. Die 30 Jahre allein genügen der Behörde nicht.

Welche Voraussetzungen muss das Fahrzeug erfüllen?

Drei Anforderungen. Erstens: Das Fahrzeug muss vor mindestens 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen sein, gerechnet ab Erstzulassung. Zweitens: Es muss weitgehend im Originalzustand sein. Reparaturen sind erlaubt, aber wesentliche Hauptbauteile müssen original und fachgerecht instandgesetzt sein. Drittens: Es muss nach § 23 StVZO der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturguts dienen.

Genau das prüft der amtlich anerkannte Sachverständige im Gutachten.

Der häufigste Stolperstein ist nicht das Alter, sondern die Dokumentation. Wer Wartungsbelege, Rechnungen und Fotos früherer Arbeiten beisammen hat, macht dem Sachverständigen die Beurteilung leicht. Ein Gutachter, dem die Herkunft eines Bauteils erklärt wird, muss sie nicht zu Ihren Ungunsten schätzen.

Welche Unterlagen benötige ich zur Beantragung?

Pflicht ist die Zulassungsbescheinigung Teil II, darin steht das Erstzulassungsdatum. Dazu das Oldtimer-Gutachten nach § 23 StVZO von einem amtlich anerkannten Sachverständigen (TÜV, Dekra, GTÜ), eine gültige Hauptuntersuchung, die eVB-Nummer und Ihr Personalausweis oder Reisepass.

Manche Bundesländer verlangen zusätzlich einen Nachweis über offene Gebühren oder Steuerschulden. Fragen Sie bei Ihrer Zulassungsstelle nach.

Was kostet das H-Kennzeichen und wie lange dauert es?

Größter Posten ist das Gutachten mit 150 bis 300 Euro, je nach Sachverständigem und Fahrzeug. Die Zulassungsgebühr liegt bei 25 bis 35 Euro, die Schilder bei etwa 10 bis 15 Euro.

Der zeitbestimmende Posten ist ebenfalls das Gutachten: Wann der Sachverständige einen Termin frei hat, entscheidet er. Fragen Sie deshalb zuerst dort an. Die Zulassung selbst können Sie abgeben: 109,90 € all-in, mit zwei nach DIN 74069 geprägten Schildern 129,80 €, amtliche Gebühr enthalten.

Kosten des H-Kennzeichens
Kostenposition Betrag (ca.) Bemerkung
Oldtimer-Gutachten (§ 23 StVZO) 150–300 € Abhängig von Sachverständigengebühren und Fahrzeugkomplexität
Zulassungsgebühr 25–35 € Variiert je nach Bundesland
Kennzeichen (H-Schilder) 10–15 € Prägung und Material
HU (falls erforderlich) 50–80 € Nur wenn HU abgelaufen ist
Oldtimer-Versicherung (jährlich) 80–200 € Deutlich günstiger als Standardversicherung

Wie unterscheidet sich das H-Kennzeichen von anderen Oldtimer-Kennzeichen?

Das rote 07er-Kennzeichen ist ein Dauerkennzeichen, das keinem Fahrzeug fest zugeteilt wird. Es gilt nur für Prüfungs-, Probe- und Überführungsfahrten sowie Fahrten zu Veranstaltungen, für den Alltag also nicht. Das Saisonkennzeichen ist für Fahrzeuge gedacht, die nur in bestimmten Monaten laufen; ein Oldtimer-Gutachten braucht es dafür nicht. Steuer und Versicherung fallen nur für die eingetragenen Monate an, außerhalb muss das Fahrzeug auf privatem Grund stehen.

Das H-Kennzeichen ist dagegen unbefristet und bringt die Pauschalsteuer von 191,73 € im Jahr. Beides lässt sich verbinden: Ein H-Kennzeichen als Saisonkennzeichen ist zulässig, auf Wunsch in Carbon-Optik für 3,90 € Aufpreis je Schild.

Wie finde ich einen amtlich anerkannten Sachverständigen für das Gutachten?

TÜV, Dekra und GTÜ bieten diese Gutachten an. Ihre Zulassungsstelle führt eine Liste zugelassener Sachverständiger in der Region; auch Oldtimer-Clubs haben oft Kontakte.

Bringen Sie zum Termin ein sauberes Fahrzeug und alle Wartungs- und Reparaturbelege mit. Geprüft werden Karosserie, Motor, Getriebe, Fahrwerk und Innenraum. Fragen Sie den Gutachter vorab, ob etwas nachzubessern ist.

Welche Steuervergünstigungen bietet das H-Kennzeichen?

Oldtimer mit H-Kennzeichen zahlen eine Pauschalsteuer von 191,73 € im Jahr, egal ob das Fahrzeug 1.200 oder 5.000 Kubikzentimeter Hubraum hat.

Ob sich das rechnet, sollten Sie einmal ausrechnen, statt es zu glauben. Bei großem Hubraum und alter Abgasstufe ist die Pauschale ein klarer Gewinn, bei einem kleinen Vierzylinder kann die normale Besteuerung günstiger sein. Vergleichen Sie den Betrag mit der Steuer auf Ihrem Steuerbescheid. Kommt ein Oldtimer-Tarif der Versicherung dazu, verschiebt sich die Rechnung oft zugunsten des H-Kennzeichens.

Fazit

Ihr nächster Schritt: Beauftragen Sie das Gutachten nach § 23 StVZO und prüfen Sie, dass die HU gültig ist. Beides verlangt die Behörde. Alles danach können Sie abgeben: Wir geben den Zulassungsantrag digital beim Kraftfahrt-Bundesamt ab, lassen die H-Schilder prägen, auf Wunsch als Saisonkennzeichen oder in Carbon-Optik für 3,90 € Aufpreis je Schild, und schicken sie per DHL zu Ihnen. Zulassung 109,90 €, mit zwei geprägten Schildern 129,80 €. Endpreis, die amtliche Zulassungsgebühr ist enthalten.

Häufige Fragen

Wie alt muss ein Auto sein, um ein H-Kennzeichen zu bekommen? +

Das Fahrzeug muss vor mindestens 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen sein. Entscheidend ist das Erstzulassungsdatum, nicht das Baujahr.

Welche Unterlagen brauche ich für die H-Kennzeichen-Beantragung? +

Sie benötigen die Zulassungsbescheinigung Teil II, ein Oldtimer-Gutachten nach § 23 StVZO, eine gültige Hauptuntersuchung, die eVB-Nummer Ihrer Versicherung und Ihren Personalausweis.

Was kostet ein H-Kennzeichen insgesamt? +

Der größte Posten ist das Gutachten nach § 23 StVZO mit rund 150–300 €, je nach Sachverständigem und Fahrzeug. Die Zulassung darüber hinaus kostet über uns 109,90 € all-in, mit zwei geprägten Oldtimer-Schildern 129,80 €, die amtliche Gebühr ist enthalten.

Wie lange dauert die Beantragung eines H-Kennzeichens? +

Den größten Teil bestimmt der Sachverständige. Wann er einen Termin frei hat und wie lange das Gutachten braucht, hängt von seiner Auslastung ab. Danach folgt die Zulassung. Planen Sie die Sache nicht auf den Tag genau; anfangen können Sie dagegen sofort, dafür brauchen Sie keinen Behördentermin.

Wie viel Kfz-Steuer zahle ich mit H-Kennzeichen? +

Oldtimer mit H-Kennzeichen zahlen eine Pauschalsteuer von 191,73 € pro Jahr, unabhängig von Hubraum oder Leistung.

Darf mein Oldtimer Reparaturen haben und trotzdem ein H-Kennzeichen bekommen? +

Ja, Reparaturen sind erlaubt. Wichtig ist, dass wesentliche Hauptbauteile im Original sind und keine unsachgemäßen Reparaturen vorliegen.

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Die Anmeldung läuft ohne Behördentermin.

Angaben online erfassen, digital per Ausweis und Smartphone unterschreiben. Den Antrag reichen wir bei Ihrer Zulassungsstelle ein, Papiere und geprägte Kennzeichen kommen zu Ihnen nach Hause.

ab 109,90 €

Endpreis inklusive aller Behördengebühren

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Quellen

  1. [1] H-Kennzeichen: Voraussetzungen, Vorteile & Alternativen · Württembergische Versicherung
  2. [2] Oldtimerkennzeichen (H-Kennzeichen) für ein vor 30 oder mehr … · Verwaltungsportal Hessen
  3. [3] Oldtimer-Zulassung: 07er-, Saison- oder H-Kennzeichen? - ADAC · ADAC
  4. [4] Wie bekommt mein Oldtimer ein H-Kennzeichen? - TÜV-Verband · TÜV-Verband
  5. [5] Oldtimer & H-Kennzeichen: Voraussetzungen einfach erklärt · TÜV Nord