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E-Kennzeichen für Elektroautos: Vorteile & Antrag
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E-Kennzeichen für Elektroautos: Vorteile & Antrag

Kurz gesagt

Das E-Kennzeichen ist ein optionaler Zusatz am Nummernschild für Elektrofahrzeuge nach dem Elektromobilitätsgesetz (EmoG) — kein eigener Fahrzeugtyp. Es ermöglicht kommunale Vorteile wie kostenloses Parken oder Busspur-Nutzung, die je nach Stadt variieren. Die Kfz-Steuerbefreiung für reine BEV gilt zehn Jahre lang unabhängig davon. DeutschlandZulassung beantragt das E-Kennzeichen digital für Sie — ohne Behördentermin.

Redaktion DeutschlandZulassung Aktualisiert: 17. September 2026 7 Min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis

Was ist das E-Kennzeichen — und wer bekommt es?

Sie haben gerade einen neuen Elektro-Pkw zugelassen — oder überlegen, das E-Kennzeichen nachträglich zu beantragen? Gut so. Denn die Vorteile, die manche Kommunen damit verknüpfen, sind real. Welche das konkret sind und wie der Antrag läuft, erfahren Sie hier. DeutschlandZulassung unterstützt Sie dabei digital — ohne Behördentermin.

Welche Voraussetzungen gelten nach dem EmoG?

Das Elektromobilitätsgesetz (EmoG) definiert, welche Fahrzeuge ein E-Kennzeichen erhalten dürfen. Reine Batterieelektrofahrzeuge (BEV) erfüllen die Voraussetzungen in aller Regel. Plug-in-Hybride (PHEV) können ebenfalls infrage kommen — aber nur, wenn sie bestimmte Emissionswerte und elektrische Mindestreichweiten erfüllen. Brennstoffzellenfahrzeuge sind ebenfalls berechtigt. Laut einer Bundesratsdrucksache vom August 2026 ist zudem eine Ausweitung des EmoG-Anwendungsbereichs auf Fahrzeuge der Klassen M und N sowie die Klasse L6e geplant, was künftig mehr Fahrzeugtypen einschließen könnte.

Wichtig: Das E-Kennzeichen ist freiwillig. Wer es nicht beantragt, verliert keine Steuervorteile — die Kfz-Steuerbefreiung gilt unabhängig vom Kennzeichen. Der Sinn des E-Kennzeichens liegt primär in den kommunalen Privilegien, die manche Städte damit verknüpfen.

  • Reine Batterieelektrofahrzeuge (BEV) — grundsätzlich berechtigt
  • Brennstoffzellenfahrzeuge — grundsätzlich berechtigt
  • Plug-in-Hybride (PHEV) — berechtigt, sofern EmoG-Voraussetzungen erfüllt
  • Mild-Hybride und Vollhybride ohne externen Ladeanschluss — nicht berechtigt

Welche Vorteile bringt das E-Kennzeichen konkret?

Die Vorteile des E-Kennzeichens sind real — aber sie sind nicht bundesweit einheitlich. Städte und Gemeinden entscheiden selbst, welche Privilegien sie für E-Kennzeichen-Inhaber freigeben. Das klingt unbefriedigend, ist aber die rechtliche Realität nach dem EmoG.

Stellen Sie sich vor: Thomas aus München fährt einen Tesla Model 3 mit E-Kennzeichen. Er nutzt seit April 2025 die bayerische Regelung, die Inhabern eines E-Kennzeichens auf allen öffentlichen Parkplätzen bis zu drei Stunden kostenloses Parken gewährt — eine handfeste Ersparnis im Alltag. In seiner alten Heimatstadt Dortmund gab es diese Regelung nicht. Das zeigt: Der Wert des E-Kennzeichens hängt stark vom Wohnort ab.

Folgende Vorteile können Kommunen für E-Kennzeichen-Fahrzeuge gewähren:

  • Kostenfreies oder vergünstigtes Parken auf öffentlichen Parkplätzen
  • Nutzung von Bus- und Sonderfahrstreifen
  • Ausnahmen von Zufahrtsbeschränkungen und Durchfahrtsverboten
  • Bevorzugte Parkplatzzuweisung in bestimmten Zonen
E-Kennzeichen-Vorteile: bundesweit vs. kommunal geregelt
Vorteil Bundesweit gültig? Beispiel / Hinweis
Kfz-Steuerbefreiung (10 Jahre) Ja — unabhängig vom E-Kennzeichen Gilt für reine BEV bei Erstzulassung
Kostenloses Parken Nein — kommunale Entscheidung Bayern: bis 3 Std. kostenlos seit 01.04.2025
Busspur-Nutzung Nein — kommunale Entscheidung Nur in Städten, die es freigegeben haben
Ausnahmen von Durchfahrtsverboten Nein — kommunale Entscheidung Variiert stark je nach Stadt und Zone

Wie hoch ist die Kfz-Steuerbefreiung — und wer verwaltet sie?

Reine Elektro-Pkw sind bei Erstzulassung für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit, sofern sie unter die geltende Steuerregelung fallen. Das ist ein erheblicher Vorteil — und er gilt bundesweit, unabhängig davon, ob ein E-Kennzeichen beantragt wurde oder nicht. Das E-Kennzeichen ist für die Steuerbefreiung also keine Voraussetzung.

Zuständig für die Kfz-Steuer ist das Hauptzollamt — nicht das Finanzamt. Seit dem 1. Juli 2014 verwaltet die Zollverwaltung die Kraftfahrzeugsteuer (§ 1 Abs. 2 KraftStG). Das Hauptzollamt wird automatisch über die Zulassung informiert; ein separater Antrag auf Steuerbefreiung ist in der Regel nicht nötig. Das Finanzamt ist für die Einkommensteuer zuständig — etwa bei der Dienstwagenbesteuerung — aber nicht für die Kfz-Steuer.

„Aus der Praxis bei DeutschlandZulassung: Der häufigste Irrtum beim E-Kennzeichen ist die Annahme, es sei Voraussetzung für die Kfz-Steuerbefreiung. Das ist falsch — die Steuerbefreiung gilt automatisch bei der Zulassung eines reinen Elektrofahrzeugs. Das E-Kennzeichen lohnt sich vor allem dann, wenn Ihre Stadt konkrete Parkvorteile damit verknüpft."

Wie läuft der Antrag für das E-Kennzeichen ab?

Das E-Kennzeichen kann sowohl bei der Erstzulassung als auch nachträglich beantragt werden. Wer sein Elektroauto bereits zugelassen hat und das E-Kennzeichen vergessen hat — kein Problem. Der nachträgliche Antrag ist möglich und läuft wie eine reguläre Ummeldung mit Kennzeichenwechsel ab.

Für den Antrag werden typischerweise folgende Unterlagen benötigt:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief)
  • Elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer, 7-stellig alphanumerisch)
  • Nachweis der gültigen Hauptuntersuchung (HU)
  • Die bisherigen Kennzeichen (bei nachträglichem Antrag)
  • Personalausweis oder Reisepass

Wir sind beim Kraftfahrt-Bundesamt als Zulassungsdienst zugelassen und geben Ihren Antrag dort digital ab. Das bedeutet für Sie: keine Wartezeit am Schalter, kein Terminproblem — Sie laden Ihre Dokumente hoch, wir kümmern uns um den Rest.

Die Behördengebühren für die Ummeldung mit Kennzeichenwechsel sind bundesweit nach der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) geregelt. Die Kosten variieren leicht je nach Bundesland — in Bayern und Baden-Württemberg liegen sie typisch am unteren Ende, in Berlin und Hamburg am oberen Ende. Hinzu kommen die Kosten für die neuen Kennzeichenschilder mit „E"-Zusatz.

Wann lohnt sich das E-Kennzeichen — und wann nicht?

Ehrlich gesagt: Das E-Kennzeichen ist kein Selbstläufer. Ob es sich lohnt, hängt von Ihrem Wohnort ab. In Städten, die aktiv kommunale Vorteile gewähren — wie Bayern mit der Drei-Stunden-Parkregel seit April 2025 — ist der Nutzen spürbar. In Kommunen, die keine Sonderregelungen eingeführt haben, bringt das E-Kennzeichen außer dem optischen Signal wenig.

Klingt ernüchternd? Ist es ein bisschen. Aber die Lage ändert sich: Immer mehr Städte prüfen Erweiterungen der EmoG-Privilegien, und die geplante Ausweitung des Gesetzes auf weitere Fahrzeugklassen (Bundesratsdrucksache 466/26) deutet auf eine Aufwertung des E-Kennzeichens hin.

Wer in einer Großstadt wohnt und täglich auf der Suche nach Parkplätzen ist — für den kann das E-Kennzeichen schon heute bares Geld sparen; wer auf dem Land lebt und kaum kommunale Regelungen vorfindet, für den ist der Aufwand des Kennzeichenwechsels möglicherweise nicht gerechtfertigt. Prüfen Sie daher zuerst, was Ihre Stadt konkret anbietet.

Checkliste: Lohnt sich das E-Kennzeichen für mich?
Situation E-Kennzeichen sinnvoll?
Wohnort in Bayern (öffentliche Parkplätze täglich genutzt) Ja — bis 3 Std. kostenlos seit 01.04.2025
Wohnort in Stadt mit Busspur-Freigabe für E-Fahrzeuge Ja — Zeitersparnis im Berufsverkehr
Wohnort in Gemeinde ohne kommunale EmoG-Regelungen Eher nein — nur optischer Unterschied
Plug-in-Hybrid, der EmoG-Voraussetzungen erfüllt Möglich — Steuerbefreiung aber nicht automatisch
Reines BEV, Erstzulassung geplant Ja — direkt bei Zulassung mitbeantragen

Fazit

Das E-Kennzeichen ist ein sinnvolles Zusatzmerkmal für Elektrofahrzeuge — aber kein Universalschlüssel. Die Kfz-Steuerbefreiung für reine BEV gilt bundesweit und unabhängig vom Kennzeichen; die kommunalen Vorteile wie kostenloses Parken oder Busspur-Nutzung variieren stark je nach Stadt. In Bayern etwa parken E-Kennzeichen-Inhaber seit April 2025 auf allen öffentlichen Parkplätzen bis zu drei Stunden kostenlos — ein echter Alltagsvorteil. Der Antrag ist auch nachträglich möglich und erfordert Zulassungsbescheinigung Teil I und II, eVB-Nummer sowie HU-Nachweis.

Ihr nächster Schritt: Prüfen Sie zuerst, welche Vorteile Ihre Kommune für E-Kennzeichen-Inhaber gewährt — dann lohnt sich der Antrag in vielen Fällen sofort. Mit DeutschlandZulassung übernehmen wir die Ummeldung mit Kennzeichenwechsel inklusive Schilderprägung und Versand digital für Sie — Sie laden Ihre Unterlagen hoch, wir kümmern uns um den Rest.

Häufige Fragen

Was ist das E-Kennzeichen und wer bekommt es? +

Das E-Kennzeichen ist ein optionaler Zusatz am Nummernschild für Elektrofahrzeuge nach dem EmoG. Berechtigt sind reine BEV, Brennstoffzellenfahrzeuge und qualifizierte Plug-in-Hybride — nicht Mild- oder Vollhybride ohne externen Ladeanschluss.

Welche Vorteile bringt das E-Kennzeichen konkret? +

Kommunale Vorteile wie kostenloses Parken, Busspur-Nutzung oder Ausnahmen von Durchfahrtsverboten — je nach Stadt unterschiedlich. In Bayern gilt seit 01.04.2025 kostenloses Parken bis 3 Stunden auf öffentlichen Parkplätzen.

Ist das E-Kennzeichen Voraussetzung für die Kfz-Steuerbefreiung? +

Nein. Reine Elektro-Pkw sind bei Erstzulassung für 10 Jahre von der Kfz-Steuer befreit — unabhängig davon, ob ein E-Kennzeichen beantragt wurde. Zuständig ist das Hauptzollamt, nicht das Finanzamt.

Welche Unterlagen brauche ich für den E-Kennzeichen-Antrag? +

Zulassungsbescheinigung Teil I und II, eVB-Nummer (7-stellig alphanumerisch), HU-Nachweis, bisherige Kennzeichen (bei nachträglichem Antrag) sowie Personalausweis oder Reisepass.

Kann ich das E-Kennzeichen nachträglich beantragen? +

Ja. Das E-Kennzeichen kann jederzeit nachträglich beantragt werden — nicht nur bei der Erstzulassung. Der Antrag läuft wie eine Ummeldung mit Kennzeichenwechsel ab.

Gilt das E-Kennzeichen auch für Plug-in-Hybride? +

Plug-in-Hybride können berechtigt sein, wenn sie die EmoG-Voraussetzungen erfüllen (Emissionswerte, elektrische Mindestreichweite). Die Kfz-Steuerbefreiung gilt für PHEV aber nicht automatisch wie bei reinen BEV.

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Sie müssen das nicht selbst erledigen.

Anmeldung, Ummeldung, Abmeldung, Wunschkennzeichen: Wir nehmen den Vorgang online auf und reichen den Antrag bei Ihrer Zulassungsstelle ein. Alle Preise sind Endpreise.

Quellen

  1. [1] E-Kennzeichen: Das Nummernschild für Elektroautos · ADAC
  2. [2] So beanbeantragen Sie Ihr E... · DA Direkt
  3. [3] So bekommt man ein E-Kennzeichen, das sind seine Vorteile · Auto Bild
  4. [4] E-Kennzeichen: Was spricht dafür und was dagegen? · Aampere
  5. [5] 466/26 · Bundestag Dokumentenserver