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Ummeldung in anderes Bundesland: Frist & Kosten
Ummeldung

Ummeldung in anderes Bundesland: Frist & Kosten

Kurz gesagt

Wer nach einem Umzug in ein anderes Bundesland sein Auto ummelden muss, hat dafür unverzüglich Zeit — das Kennzeichen darf dank bundesweiter Kennzeichenmitnahme behalten werden. Die Behördengebühr liegt je nach Vorgang bei rund 23,60 bis 27,10 Euro. DeutschlandZulassung erledigt die Ummeldung digital, inklusive Schilderversand.

Redaktion DeutschlandZulassung Aktualisiert: 16. September 2026 7 Min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis

Ummeldung in ein anderes Bundesland — was gilt wirklich?

Sie haben gerade die Umzugskisten ausgepackt, den neuen Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt angemeldet — und jetzt liegt die Frage auf dem Tisch: Wann muss das Auto offiziell umgemeldet werden, und was kommt auf Sie zu? Klingt nach Bürokratie-Marathon. Ist es nicht. Mit den richtigen Unterlagen und dem passenden Service läuft die Ummeldung schnell und ohne Behördentermin. DeutschlandZulassung unterstützt Sie dabei digital, von der Dokumentenprüfung bis zum Schilderversand.

Welche Frist gilt für die Kfz-Ummeldung nach dem Umzug?

Das Fahrzeugzulassungsrecht schreibt für Adressänderungen unverzügliches Handeln vor — das bedeutet: ohne schuldhaftes Zögern, sobald der neue Wohnsitz angemeldet ist (§ 15 Abs. 4 FZV). Eine feste Tagesfrist nennt die Fahrzeugzulassungsverordnung dabei nicht. In der Praxis geben viele Behörden und Ratgeberquellen eine Orientierung von etwa einer Woche nach der Wohnsitzummeldung an. Die Wohnsitzanmeldung selbst muss nach § 17 Bundesmeldegesetz innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug beim Einwohnermeldeamt erfolgen — das ist die Meldefrist für das Einwohnermeldeamt, nicht für das Fahrzeug.

Konkret heißt das: Erst Wohnsitz anmelden (Frist: 2 Wochen), dann unverzüglich das Fahrzeug ummelden. Wer beides gleichzeitig erledigt oder kurz danach, liegt auf der sicheren Seite. Wer monatelang wartet, riskiert ein Bußgeld — dazu gleich mehr.

Zuständig für die Ummeldung ist die Zulassungsstelle am neuen Wohnort. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem neuen Hauptwohnsitz, nicht nach dem alten Zulassungsbezirk. Das gilt auch beim Wechsel zwischen Bundesländern.

Darf das alte Kennzeichen behalten werden?

Ja — und das ist eine der wichtigsten Änderungen der letzten Jahre. Seit der bundesweiten Einführung der Kennzeichenmitnahme ist das Kennzeichen nicht mehr an einen bestimmten Zulassungsbezirk gebunden. Wer von München nach Hamburg zieht, darf das bayerische Kennzeichen behalten. Ein Pflicht-Kennzeichenwechsel entfällt. Das Kennzeichen bleibt personenbezogen am Fahrzeug, unabhängig vom Wohnort innerhalb Deutschlands.

Wer trotzdem ein neues Kennzeichen mit dem Kürzel des neuen Wohnorts möchte — sei es aus persönlichen Gründen oder für ein Wunschkennzeichen — kann das selbstverständlich beantragen. Dann fallen zusätzlich Kosten für neue Kennzeichenschilder an.

„Aus der Praxis bei DeutschlandZulassung: Der häufigste Stolperstein bei der Ummeldung nach Bundeslandwechsel ist nicht die Frist — sondern die fehlende eVB-Nummer. Viele Kunden vergessen, vor der Ummeldung eine aktuelle elektronische Versicherungsbestätigung bei ihrer Versicherung anzufordern. Ohne diese 7-stellige Nummer läuft nichts."

Was kostet die Ummeldung in ein anderes Bundesland?

Die Gebühren für Zulassungsvorgänge sind bundeseinheitlich in der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) geregelt. Die konkrete Höhe hängt davon ab, ob Sie das Kennzeichen behalten oder wechseln.

Behördengebühren bei der Kfz-Ummeldung nach Bundeslandwechsel (GebOSt, Stand 2026)
Vorgang Behördengebühr (ca.) Schilderkosten
Ummeldung mit Kennzeichenmitnahme ca. 23,60 € keine (Schilder bleiben)
Ummeldung mit neuem Kennzeichen ca. 27,10 € 15–25 € (Prägestelle vor Ort)
Ummeldung mit Wunschkennzeichen ca. 27,10 € + 10,20 € Zuteilungsgebühr 15–25 € (Prägestelle vor Ort)

Hinzu kommen je nach Bundesland und Gemeinde ggf. kleinere Verwaltungszuschläge. Die Gebühren für die Wohnsitzanmeldung beim Einwohnermeldeamt variieren ebenfalls je nach Stadt — in Hamburg etwa fallen für die Ummeldung aus einem anderen Bundesland eigene Verwaltungsgebühren an.

Stellen Sie sich vor: Familie Müller zieht von Stuttgart nach Hamburg. Der VW Passat soll das alte BW-Kennzeichen behalten. Die reine Behördengebühr liegt bei rund 23,60 Euro — kein Schilderwechsel nötig, kein Termin bei der Prägestelle. Wäre die Familie auf ein neues HH-Kennzeichen angewiesen, kämen Schilderkosten und eine höhere Zulassungsgebühr dazu.

Was passiert, wenn die Ummeldung vergessen wird?

Wer die Ummeldung zu lange hinauszögert, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Ratgeber nennen dafür Verwarnungsgelder im niedrigen zweistelligen Bereich — typisch 10 bis 40 Euro je nach Bundesland und Verzugsdauer. Das klingt überschaubar; in Ausnahmefällen können die Beträge aber höher ausfallen. Wichtiger: Der Versicherungsschutz endet nicht automatisch wegen einer vergessenen Ummeldung — die Halterhaftung bleibt bestehen. Trotzdem sollte man die Ummeldung nicht auf die lange Bank schieben, denn bei einer Polizeikontrolle oder einem Unfall kann eine nicht aktualisierte Adresse in der Zulassungsbescheinigung Teil I unangenehme Fragen aufwerfen.

Kurz gesagt: Die Frist ist ernst zu nehmen. Wer unverzüglich handelt, ist auf der sicheren Seite.

Wie läuft die Online-Ummeldung über i-Kfz ab — und was sind die Haken?

Das Kraftfahrt-Bundesamt betreibt mit i-Kfz einen bundesweiten Online-Dienst für Fahrzeugzulassungsvorgänge, der schrittweise ausgebaut wurde und für bestimmte Standardfälle verfügbar ist. Die i-Kfz-App selbst ist kostenlos — die Zulassungsgebühr (ca. 23,60 bis 27,10 Euro je nach Vorgang) bleibt aber identisch zum Behördentermin vor Ort. Einen Preisvorteil gegenüber dem Schalter gibt es bei den Behördengebühren also nicht.

Doch i-Kfz hat echte Hürden:

  • Funktioniert nur für Fahrzeuge mit Zulassungsbescheinigung Teil II, die nach dem 1. Januar 2018 ausgestellt wurde — viele ältere Fahrzeuge scheitern hier.
  • Voraussetzung ist ein eID-fähiger Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion oder ein QR-Code von der Zulassungsstelle — der erfordert einen zusätzlichen Behördengang.
  • Neue Kennzeichenschilder müssen Sie bei i-Kfz selbst bei einer Prägestelle bestellen oder abholen — das bedeutet zusätzliche Wege und Kosten.

Wer diese Voraussetzungen erfüllt, kann i-Kfz nutzen. Wer nicht — oder wer sich den Aufwand sparen möchte — ist mit einem digitalen Komplettservice besser bedient.

Was ändert sich bei der Kfz-Versicherung nach dem Umzug?

Das ist ein Punkt, den viele beim Umzug unterschätzen. Die Kfz-Versicherungsprämie hängt unter anderem von der Regionalklasse des Wohnorts ab. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) berechnet diese Regionalklassen jährlich neu — je nach Zulassungsbezirk unterscheiden sie sich teils erheblich. Wer von einem ländlichen Bezirk mit günstiger Regionalklasse in eine Großstadt mit höherer Schadenquote zieht, kann mit einer Prämienerhöhung rechnen; der umgekehrte Fall ist ebenso möglich.

Wichtig: Informieren Sie Ihre Versicherung über den Umzug. Die Adressänderung ist meldepflichtig — und eine nicht gemeldete Adresse kann im Schadensfall zu Problemen führen. Ob und wie sich die Prämie ändert, hängt vom konkreten Zulassungsbezirk ab; ein Vergleich lohnt sich.

Wir sind beim Kraftfahrt-Bundesamt als Zulassungsdienst zugelassen und geben Ihren Antrag dort digital ab — so erreicht die Adressänderung die zuständige Behörde ohne Umwege.

Welche Unterlagen werden für die Ummeldung benötigt?

Die Unterlagen sind überschaubar — aber alle müssen vollständig vorliegen, sonst scheitert die Ummeldung. Das ist in der Praxis der zweithäufigste Grund für Verzögerungen.

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) — bei Kennzeichenmitnahme ebenfalls erforderlich
  • Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebestätigung des neuen Wohnorts
  • eVB-Nummer (elektronische Versicherungsbestätigung) — 7-stellig, alphanumerisch, kostenlos bei Ihrer Versicherung erhältlich, meist in unter 5 Minuten online
  • Bei Kennzeichenwechsel: alte Kennzeichenschilder zur Entstempelung
  • Bei Wunschkennzeichen: Reservierungsbestätigung der Zulassungsstelle

Die eVB-Nummer enthält weder den Buchstaben O noch den Buchstaben I — sie sind ausgeschlossen, damit sie nicht mit den Ziffern 0 und 1 verwechselt werden. Wer sich bei der Eingabe vertippt, bekommt sofort eine Fehlermeldung.

Fazit

Die Ummeldung nach einem Umzug in ein anderes Bundesland ist kein Hexenwerk — aber sie muss unverzüglich nach der Wohnsitzanmeldung erfolgen (§ 15 FZV). Das Kennzeichen darf dank bundesweiter Kennzeichenmitnahme behalten werden; die Behördengebühr liegt je nach Vorgang bei rund 23,60 bis 27,10 Euro. Vergessen Sie nicht, auch Ihre Versicherung zu informieren — die Regionalklasse des neuen Wohnorts kann Ihre Prämie verändern.

Ihr nächster Schritt: Mit DeutschlandZulassung übernehmen wir die Ummeldung komplett digital — inklusive Schilderprägung und DHL-Versand, falls Sie ein neues Kennzeichen wünschen. Sie laden Ihre Unterlagen hoch, wir kümmern uns um den Rest. Den aktuellen Festpreis zeigt der Kasten am Seitenende.

Häufige Fragen

Wie lange habe ich nach einem Umzug in ein anderes Bundesland Zeit, mein Auto umzumelden? +

Die FZV schreibt unverzügliches Handeln vor — ohne schuldhaftes Zögern nach der Wohnsitzanmeldung. In der Praxis gilt etwa 1 Woche nach der Wohnsitzummeldung als Orientierung. Die Wohnsitzanmeldung selbst muss binnen 2 Wochen nach Einzug beim Einwohnermeldeamt erfolgen (§ 17 BMG).

Muss ich beim Umzug in ein anderes Bundesland mein Kennzeichen wechseln? +

Nein. Dank der bundesweiten Kennzeichenmitnahme darf das bisherige Kennzeichen behalten werden. Ein Pflicht-Kennzeichenwechsel entfällt. Wer ein neues Kennzeichen mit dem Kürzel des neuen Wohnorts möchte, kann es freiwillig beantragen.

Was kostet die Kfz-Ummeldung nach einem Bundeslandwechsel? +

Bei Kennzeichenmitnahme ca. 23,60 Euro Behördengebühr. Bei neuem Kennzeichen ca. 27,10 Euro plus 15–25 Euro für neue Schilder. Bei Wunschkennzeichen kommt eine Zuteilungsgebühr von 10,20 Euro hinzu. Die Gebühren sind bundeseinheitlich (GebOSt).

Welche Unterlagen brauche ich für die Ummeldung in ein anderes Bundesland? +

Zulassungsbescheinigung Teil I und II, Personalausweis mit aktueller Meldebestätigung des neuen Wohnorts sowie eine gültige eVB-Nummer (7-stellig, kostenlos bei Ihrer Versicherung erhältlich). Bei Kennzeichenwechsel zusätzlich die alten Schilder zur Entstempelung.

Was passiert, wenn ich die Ummeldung nach dem Umzug vergesse? +

Das Versäumnis ist eine Ordnungswidrigkeit. Typische Verwarnungsgelder liegen im niedrigen zweistelligen Bereich (10–40 Euro je nach Bundesland und Verzugsdauer). Der Versicherungsschutz endet nicht automatisch, aber bei Kontrollen oder Unfällen kann eine veraltete Adresse Probleme verursachen.

Ändert sich meine Kfz-Versicherungsprämie nach einem Umzug in ein anderes Bundesland? +

Möglicherweise ja. Die Prämie hängt u. a. von der Regionalklasse des Wohnorts ab, die der GDV jährlich neu berechnet. Ein Wechsel in einen Bezirk mit höherer Schadenquote kann die Prämie erhöhen — und umgekehrt. Informieren Sie Ihre Versicherung unbedingt über den Umzug.

Kann ich die Ummeldung nach einem Bundeslandwechsel online erledigen? +

Über i-Kfz ist das in Standardfällen möglich, aber nur wenn die Zulassungsbescheinigung Teil II nach dem 01.01.2018 ausgestellt wurde und ein eID-fähiger Personalausweis vorliegt. Alternativ übernimmt DeutschlandZulassung die Ummeldung digital — inklusive Schilderversand, ohne Behördentermin.

DeutschlandZulassung

Die Ummeldung läuft ohne Behördentermin.

Angaben online erfassen, digital per Ausweis und Smartphone unterschreiben, Antrag elektronisch bei Ihrer Zulassungsstelle. Neue Papiere kommen per Post, auf Wunsch auch die geprägten Schilder.

ab 109,90 €

Endpreis inklusive aller Behördengebühren

Fahrzeug ummelden

Quellen

  1. [1] § 17 Anmeldung und Abmeldung (Bundesmeldegesetz) · Bundesministerium der Justiz / Gesetze im Internet
  2. [2] Auto ummelden: Kosten, Frist & wichtige Unterlagen · Allianz Direct
  3. [3] Umzug nach Hamburg aus einem anderen Bundesland melden · Verwaltungsportal Bund