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Firmenwagen ummelden beim Firmensitzwechsel
Ummeldung

Firmenwagen ummelden beim Firmensitzwechsel

Kurz gesagt

Wechselt ein Unternehmen seinen Firmensitz in einen anderen Zulassungsbezirk, muss jeder Firmenwagen dort unverzüglich nach § 15 FZV umgemeldet werden — ein festes Tagesdatum nennt das Gesetz nicht, schuldhaftes Zögern ist jedoch verboten. Die Behördengebühr liegt typisch bei 20 bis 30 Euro je Fahrzeug. DeutschlandZulassung wickelt die Ummeldung vollständig digital ab, inklusive Kennzeichenversand per DHL.

Redaktion DeutschlandZulassung Aktualisiert: 16. September 2026 7 Min Lesezeit
Inhaltsverzeichnis

Firmenwagen ummelden beim Firmensitzwechsel — was gilt wirklich?

Der Firmensitz ist umgezogen, die Umzugskartons sind ausgepackt — und jetzt liegt der Stapel Fahrzeugscheine auf dem Schreibtisch. Drei Firmenwagen, ein Transporter, vielleicht noch ein Poolfahrzeug. Alle noch auf die alte Adresse in München zugelassen, der neue Sitz ist in Frankfurt. Klingt nach einem langen Tag beim Amt. Muss es aber nicht sein: DeutschlandZulassung wickelt die Ummeldung digital ab, ohne dass jemand aus Ihrem Team persönlich erscheinen muss.

Wann ist eine Ummeldung beim Firmensitzwechsel überhaupt Pflicht?

Die Antwort ist klar: immer dann, wenn das Fahrzeug auf den Firmensitz als Halteradresse zugelassen ist und dieser Sitz in einen anderen Zulassungsbezirk verlegt wird. Maßgeblich für die örtliche Zuständigkeit der Zulassungsbehörde ist der Sitz der Firma — nicht der Standort der Fahrzeuge oder der Wohnort des Geschäftsführers. Das gilt für GmbH, AG, GbR und Einzelunternehmen gleichermaßen.

Bleibt der Firmensitz innerhalb desselben Zulassungsbezirks — etwa von einer Straße zur nächsten innerhalb Frankfurts — ist keine vollständige Ummeldung mit Kennzeichenwechsel nötig. Die neue Adresse muss der Zulassungsbehörde trotzdem unverzüglich mitgeteilt werden, damit die Zulassungsbescheinigung Teil I (ZB I) aktualisiert wird. Die Gebühr dafür liegt nach der Gebührenübersicht der Stadt Frankfurt am Main bei rund 10,80 bis 11,70 Euro je Fahrzeug — ein überschaubarer Betrag, der aber bei einem größeren Fuhrpark schnell zusammenkommt.

Wechselt der Sitz hingegen von München nach Frankfurt — also über Bezirksgrenzen hinaus — ist die vollständige Ummeldung mit neuem Kennzeichen Pflicht. Die Behördengebühr liegt je nach Bundesland typisch im Bereich von 20 bis 30 Euro pro Fahrzeug.

Welche Unterlagen brauchen Unternehmen für die Dienstwagen-Ummeldung?

Hier liegt in der Praxis der häufigste Stolperstein: Firmen müssen mehr Dokumente vorlegen als Privatpersonen. Die Zulassungsbehörde muss die Identität und Vertretungsberechtigung des Unternehmens prüfen — das erfordert aktuelle Nachweise.

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) — für jedes Fahrzeug einzeln
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) — ebenfalls fahrzeugbezogen
  • Aktueller Handelsregisterauszug (nicht älter als drei Monate, je nach Behörde) — als Nachweis des neuen Firmensitzes und der Vertretungsberechtigung
  • Personalausweis oder Reisepass der vertretungsberechtigten Person
  • eVB-Nummer der Kfz-Versicherung (7-stellig alphanumerisch, kostenlos beim Versicherer abrufbar)
  • SEPA-Lastschriftmandat für die Kfz-Steuer (soweit noch nicht hinterlegt)
  • Bei Vollmacht: schriftliche Vollmacht mit Unterschrift der vertretungsberechtigten Person

Stellen Sie sich vor: Thomas, Fuhrparkleiter bei einem mittelständischen Logistikunternehmen in Düsseldorf, organisiert den Umzug des Firmensitzes nach Dortmund. Acht Transporter, vier Pkw — alle auf die alte Adresse zugelassen. Der Handelsregisterauszug ist noch vom Vorjahr. Die Zulassungsstelle in Dortmund lehnt ab. Ein neuer Auszug kostet Zeit und Geld. Wer das im Vorfeld prüft, spart sich den zweiten Anlauf.

"Aus der Praxis bei DeutschlandZulassung: Der häufigste Stolperstein bei Firmenummeldungen ist ein veralteter Handelsregisterauszug — die Behörde akzeptiert ihn nicht, und der Vorgang muss neu aufgerollt werden. Ein aktueller Auszug (maximal drei Monate alt) sollte immer als erstes besorgt werden."

Was kostet die Ummeldung eines Firmenwagens?

Die Kosten setzen sich aus mehreren Positionen zusammen — und variieren je nach Bundesland und Einzelfall. Ehrlich gesagt: Wer nur auf die Behördengebühr schaut, unterschätzt den Gesamtaufwand.

Was kostet die Ummeldung eines Firmenwagens?
Kostenposition Typischer Betrag Hinweis
Behördengebühr Ummeldung (bezirksübergreifend) ca. 20–30 € je Fahrzeug Variiert je nach Bundesland
Adressänderung im selben Bezirk (Frankfurt a.M.) ca. 10,80–11,70 € je Fahrzeug Laut Gebührenübersicht Frankfurt
Schilderprägung (neue Kennzeichen) ca. 15–25 € je Satz Entfällt bei Adressänderung im selben Bezirk
Handelsregisterauszug ca. 4,50–10 € je Auszug Online über das Handelsregister-Portal
Zeitaufwand intern (Termin, Wege, Wartezeit) 1–3 Stunden je Fahrzeug Oft unterschätzt bei Fuhrparks

Die Kosten variieren leicht je nach Bundesland — in Bayern und Baden-Württemberg liegen die Behördengebühren typisch am unteren Ende, in Berlin und Hamburg am oberen. Bei einem Fuhrpark mit fünf oder mehr Fahrzeugen summiert sich der Aufwand erheblich; hier lohnt es sich, die Ummeldungen gebündelt und digital abzuwickeln.

Was passiert mit Kennzeichen und Kfz-Steuer beim Firmensitzwechsel?

Wechselt der Firmensitz in einen anderen Zulassungsbezirk, erhält jedes Fahrzeug ein neues Kennzeichen mit dem Unterscheidungszeichen des neuen Bezirks. Das alte Kennzeichen erlischt. Die Kfz-Steuer wird nicht "ausgesetzt" — sie endet mit dem Tag der Außerbetriebsetzung, falls das Fahrzeug zwischenzeitlich abgemeldet wird, und beginnt neu mit der Ummeldung. Wird das Fahrzeug direkt umgemeldet (ohne Zwischenabmeldung), läuft die Steuer nahtlos weiter; lediglich die Bankverbindung für den Einzug muss gegebenenfalls aktualisiert werden.

Klingt umständlich? Ist es nicht — wenn man weiß, was zu tun ist. Die Versicherung läuft bei einer Ummeldung grundsätzlich weiter; die neue Adresse sollte dem Versicherer aber ebenfalls mitgeteilt werden, damit die Vertragsdaten stimmen. Die eVB-Nummer für die Ummeldung erhalten Sie kostenlos und in wenigen Minuten online bei Ihrem Versicherer — sie ist 7-stellig und alphanumerisch.

Ein Sonderfall: Wenn das Fahrzeug auf den alten Firmensitz zugelassen bleibt und der Halter (die Firma) dort nicht mehr ansässig ist, riskiert das Unternehmen ein Bußgeld wegen unterlassener Anzeige der Adressänderung nach § 15 FZV. Das Bußgeld liegt typisch zwischen 10 und 40 Euro je Fahrzeug — bei einem größeren Fuhrpark und längerem Verzug kann das spürbar werden.

Wie läuft die Ummeldung eines Firmenwagens digital ab?

Die i-Kfz-Lösung des Bundes ist grundsätzlich auch für Unternehmen nutzbar — aber mit Einschränkungen. Sie setzt voraus, dass die Zulassungsbescheinigung Teil II nach dem 1. Januar 2018 ausgestellt wurde und ein eID-fähiger Personalausweis der vertretungsberechtigten Person vorliegt. Fehlt eines davon, ist der Weg über i-Kfz versperrt. Außerdem müssen Kennzeichen bei i-Kfz separat bei einer Prägestelle bestellt oder abgeholt werden — ein zusätzlicher Weg, der bei mehreren Fahrzeugen mehrfach anfällt. Die Behördengebühren sind bei i-Kfz identisch zum Behördentermin; ein Preisvorteil entsteht nicht.

DeutschlandZulassung übernimmt die Ummeldung vollständig digital: Sie laden Ihre Unterlagen hoch — Fahrzeugdokumente, Handelsregisterauszug, eVB-Nummer — wir koordinieren den Vorgang mit der zuständigen Zulassungsbehörde und liefern die neuen Kennzeichen per DHL direkt an Ihre neue Firmenadresse. Kein Termin, kein Warteraum, kein zweiter Anlauf wegen fehlender Unterlagen.

Was gilt bei Leasing-Firmenwagen und Fuhrparks?

Bei Leasingfahrzeugen ist die Lage besonders zu beachten: Halter ist in der Regel die Leasinggesellschaft, nicht das Unternehmen. Die Ummeldung muss in Abstimmung mit dem Leasinggeber erfolgen — dieser muss entweder selbst tätig werden oder eine Vollmacht erteilen. Informieren Sie Ihren Leasinggeber frühzeitig über den Firmensitzwechsel; viele Leasingverträge enthalten Klauseln, die eine Mitteilungspflicht bei Adressänderungen vorsehen.

Bei Fuhrparks mit mehreren Fahrzeugen empfiehlt sich eine gebündelte Abwicklung: alle Fahrzeuge gleichzeitig ummelden, Unterlagen einmal zusammenstellen, einen Ansprechpartner benennen. Das spart Zeit und reduziert das Risiko, einzelne Fahrzeuge zu vergessen — was bei einer Betriebsprüfung oder einem Unfall mit veralteten Fahrzeugdaten unangenehm werden kann.

Wichtig: Auch Fahrzeuge, die dauerhaft von Mitarbeitern genutzt werden und auf den Firmensitz zugelassen sind, müssen umgemeldet werden — auch wenn der Mitarbeiter selbst nicht umgezogen ist. Maßgeblich ist die Halteradresse, nicht der Standort des Fahrzeugs.

Fazit

Ein Firmensitzwechsel löst für jeden auf die alte Adresse zugelassenen Firmenwagen eine unverzügliche Ummeldungspflicht nach § 15 FZV aus. Die Behördengebühr liegt je nach Bundesland bei rund 20 bis 30 Euro pro Fahrzeug — dazu kommen Schilderprägung, Handelsregisterauszug und interner Zeitaufwand. Bei Fuhrparks summiert sich das schnell.

Ihr nächster Schritt: Stellen Sie den aktuellen Handelsregisterauszug und die Fahrzeugdokumente aller betroffenen Firmenwagen zusammen — dann übernimmt DeutschlandZulassung die Ummeldung inklusive Schilderprägung und Versand an Ihre neue Firmenadresse, ohne dass jemand aus Ihrem Team persönlich zur Behörde muss.

Häufige Fragen

Wann muss ein Firmenwagen nach einem Firmensitzwechsel umgemeldet werden? +

Unverzüglich nach dem Wechsel des Firmensitzes in einen anderen Zulassungsbezirk — § 15 FZV schreibt die sofortige Anzeige vor. Eine feste Tagesfrist gibt es nicht, aber schuldhaftes Zögern ist verboten.

Welche Unterlagen brauche ich für die Ummeldung eines Firmenwagens? +

Zulassungsbescheinigung Teil I und II, aktueller Handelsregisterauszug (max. 3 Monate alt), Personalausweis der vertretungsberechtigten Person, eVB-Nummer der Versicherung sowie ggf. eine Vollmacht.

Was kostet die Ummeldung eines Firmenwagens beim Firmensitzwechsel? +

Die Behördengebühr liegt je nach Bundesland bei ca. 20–30 € pro Fahrzeug. Hinzu kommen Schilderprägung und ggf. der Handelsregisterauszug. Bei Adressänderung im selben Bezirk nur ca. 10–12 €.

Muss auch ein Leasingfahrzeug beim Firmensitzwechsel umgemeldet werden? +

Ja — aber da bei Leasing die Leasinggesellschaft Halter ist, muss die Ummeldung in Abstimmung mit dem Leasinggeber erfolgen. Informieren Sie diesen frühzeitig und klären Sie, wer die Ummeldung beauftragt.

Was passiert, wenn ich die Ummeldung des Firmenwagens vergesse? +

Es droht ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen die Mitteilungspflicht nach § 15 FZV — typisch 10–40 € je Fahrzeug. Bei mehreren Fahrzeugen und längerem Verzug kann sich das spürbar summieren.

Muss das Kennzeichen beim Firmensitzwechsel gewechselt werden? +

Nur wenn der neue Firmensitz in einem anderen Zulassungsbezirk liegt. Dann erhält jedes Fahrzeug ein neues Kennzeichen mit dem Unterscheidungszeichen des neuen Bezirks. Innerhalb desselben Bezirks bleibt das Kennzeichen erhalten.

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Die Ummeldung läuft ohne Behördentermin.

Angaben online erfassen, digital per Ausweis und Smartphone unterschreiben, Antrag elektronisch bei Ihrer Zulassungsstelle. Neue Papiere kommen per Post, auf Wunsch auch die geprägten Schilder.

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Fahrzeug ummelden

Quellen

  1. [1] Auto ummelden: Kosten, Frist & wichtige Unterlagen · Allianz Direct
  2. [2] Firmensitz verlegen: Die 14 entscheidenden Schritte · selbststaendig.de
  3. [3] Auto ummelden: Alles rund um Ablauf, Kosten und ... · R+V